Bewerbungsmappe: Die sieben größten Fallen
Schon bei der Frage, ob die Bewerbungsmappe überhaupt eine Mappe sein soll, scheiden sich die Geister. Hier die acht größten Fallen, in die Bewerber besser nicht tappen sollten.
Falle 1: Bindungen
Das Fettnäpfchen "Bindung": Beliebt bei Bewerbern, aber auf der Hitliste der unbeliebten Einbände ganz oben stehen Spiral und Klebebindungen – nicht zuletzt, weil diese auch von manchen Bewerbungs-Ratgebern empfohlen werden. Personaler meinen indes fast einhellig: Verzichten Sie auf aufwändige Bindungen. Grund: Sie sind unhandlich und nicht praktisch, weil es unmöglich ist, Kopien für den internen Durchlauf der vorselektierten Mappen anzufertigen oder einzelne Blätter herauszunehmen.
Falle 2: Schnellhefter
Aus dem gleichen Grund – Urteil: unpraktisch – ist auch der gute alte Schnellhefter für gelochte Blätter kein gern gesehener Gast bei vielen Personalverantwortlichen. Unterlagen müssen erst einmal aus der Vorrichtung befreit werden und sind dann geknickt. Beim Kopieren verunstalten schwarze Punkte das weiße Blatt.
Falle 3: Klarsichthüllen
Keine gute Meinung besteht zudem zu Mappen mit einzelnen Blättern in Klarsichthüllen – die eben auch wieder einzeln aus diesen herausgeholt werden müssen.
Falle 4: Dreiteilige Mappen
Tabu ist alles, was zusätzliche Arbeit macht. Aus diesem Grund lösen dreiteilige Mappen – bei Bewerbern ein absoluter Verkaufshit – in einigen Personalabteilungen wenig Freude aus, rauben diese Mappen dem Personaler doch wertvollen Platz auf seinem Schreibtisch und bauschen Unterlagen unnötig auf. Doch längst nicht alle Personalverantwortlichen stören sich an den Dreiteilern.
Falle 5: Aufschrift "Bewerbung"
Manche Personaler empfinden auch die Aufschrift "Bewerbung“ als überflüssig. Es ist ja nun wirklich klar, was in der Mappe drin ist. Wobei manch einem dies gerne noch deutlich klarer wäre. Ein Grund, aus dem einige Personalverantwortliche eindeutig zu transparenten Frontseiten tendieren. Durch diese ist nämlich sogleich auch das Foto erkennbar (das Anschreiben liegt schließlich lose auf) und der Betrachter kann sich sofort ein Bild vom Bewerber machen.
Doch nicht jeder Personaler bevorzugt transparente Frontseiten – es gibt ebenso viele Freunde der einfachen Präsentationsmappe aus Pappe. Und einer dritten Gruppe ist es völlig gleich, ob Pappe oder Plastik. Wichtiger sei, dass die Bewerbung zum Bewerber passe.
Falle 6: Arbeits-Verursacher
Vermeiden sollten Bewerber auch alles, was dem Unternehmen unnötige Kosten verursacht, etwa eine Mappe, die nicht in einen Standardumschlag passt.
Falle 7: Schrille Farben
Weitgehenden Konsens im Personalerlager gibt es beim Thema Farbe. Gedeckt sollte es in vielen Branchen zugehen: Dunkelblau, grau, beige, weinrot. Eine poppige Farbe, etwa für eine Marketingposition, ist dagegen akzeptiert. Geteilte Meinungen bestehen zur Farbe weiß. Während manche sie als unpassend empfinden, zählen andere sie zur Liste der gedeckten (also in konservativen Branchen und Funktionen akzeptierten) Farben.
Fünf Tipps zur Bewerbungsmappe
Checkliste: Bewerbungsmappe
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