Lebenslauf: Lücken
Eine Lücke im Lebenslauf ist an sich noch kein K.O.-Kriterium. Man muss aber davon ausgehen, dass Lücken negativ interpretiert werden. Deshalb ist es wichtig, möglichst wenig Raum für Spekulationen zu lassen.
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Lebenslauf: Lücken
Lebenslauf-Vorlage
Europäischer Lebenslauf, Europass
Um eine Lücke zu füllen, kann es unter Umständen sinnvoll sein, eine für die angestrebte Stelle irrelevante aber prinzipiell sinnvolle Tätigkeit anzuführen.
Lücken begründen
Für längere Zeiträume ohne Beschäftigung sollten Sie außerdem immer einen plausiblen Grund angeben können. Machen Sie deutlich, dass Sie die Zeit sinnvoll für die eigene Entwicklung genutzt und z.B. Fortbildungen besucht haben, oder für Kinder sorgen mussten. Wählen Sie neutrale Beschreibungen wie "berufliche Neuorientierung" oder "Auslandsaufenthalt".
Ehrlich sein
Allerdings sollten Sie schon weitgehend bei der Wahrheit bleiben und nicht völlig fiktive Tätigkeiten angeben. Ausschmückungen und Beschönigungen im Lebenslauf muss man auch im Vorstellungsgespräch noch glaubhaft verkaufen können.
Spätestens im Vorstellungsgespräch sollte man vorbereitet sein, Lücken zu erklären und in ein positives Licht zu setzen. Das wird allerdings nur bei kurzen Auszeiten, unverschuldetem Arbeitsplatzverlust oder begründetem Betriebswechsel funktionieren – längere Arbeitslosigkeit lässt sich nur schwer beschönigen.
Positiv formulieren
Trotzdem sollte man versuchen, positiv zu formulieren. Schreiben Sie also nicht: "Ich bin seit einem Jahr arbeitslos", sondern zum Beispiel: "Seit meiner letzten Stelle habe ich … gemacht". Oder "Nach der Kündigung habe ich … gemacht und dabei meine Kenntnisse in … verbessert/Praxiserfahrungen in … gesammelt".
Problemfall Studium
Auch ein überdurchschnittlich langes Studium oder einen Wechsel des Studienfachs sollten Sie erklären können. Selbst ein Studium ohne Abschluss muss nicht von Nachteil sein, sofern Sie nicht mehrere Studiengänge abgebrochen oder zumindest einen abgeschlossen haben. Dass man sich beruflich umorientiert ist normal und zeigt auch, dass jemand flexibel ist und nicht stur einem einmal eingeschlagenen (und als falsch erkannten) Weg folgt.
Hindernis Job-Hopping?
Ein häufiger Jobwechsel muss für junge Leute zwischen 20 und 30 kein Problem sein, sondern kann sogar experimentierfreudig, vielseitig, kreativ und innovativ wirken. Bei 30- bis 40-Jährigen sieht das schon anders aus: Sie sollten schon mindestens drei bis vier Jahre im gleichen Job sein. Im Notfall kann man mehrere kürzere Stationen im Lebenslauf als Tätigkeit in einer Branche zusammenfassen und nur den (oder die zwei) letzten Arbeitgeber nennen.
