Automotive: Gehaltsbremse nicht in Sicht
Die Automobilindustrie hat schon bessere Zeiten gesehen. Berufseinsteiger bekommen die Situation vor allem bei der Bewerbung zu spüren. Die Gehälter bleiben aber ähnlich hoch.

- Ingenieure in der Produktion erzielen mit die höchsten Gehälter. (Bild: ka.ru / istockphoto)
Die Automobilindustrie zahlte in den vergangenen Jahren besser als der Branchendurchschnitt. Obwohl die Situation der Branche schwieriger geworden ist, können Berufseinsteiger mit ähnlich hohen Gehältern rechnen wie in der Vergangenheit. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Hamburger Vergütungsberatung Personalmarkt.
Hersteller zahlen höhere Gehälter
Absolventen starten bei Automobilherstellern mit durchschnittlich 48.000 Euro. Das ist genauso viel wie im Jahr zuvor. Bei den Zulieferern konnten sogar bessere Gehälter als im Vorjahr verhandelt werden. Während 2008 noch im Schnitt 38.000 Euro gezahlt wurden, waren es 2009 mehr als 42.000 Euro. Im Schnitt können Absolventen bei den Herstellern mit mehr Geld rechnen als in der Zulieferindustrie. Ein Beispiel: Produktionsingenieure. Sie werden in der Automobilindustrie mit fast 48.500 Euro vergütet. Bei den Zulieferern kommen sie lediglich auf rund 42.000 Euro. Besser bezahlt als die Produktionsingenieure waren im vergangen Jahr nur die Unternehmensjuristen. Bei den Herstellern kamen sie auf insgesamt 51.300 Euro im Jahr, bei den Zulieferern auf 46.565 Euro. Sie haben damit die Vertriebsingenieure auf die hinteren Plätze im Ranking um das meiste Geld verdrängt. Spezialisten im Vertrieb führten 2008 noch sämtliche Tabellen an. Damals rechneten sie mit 50.000 Euro bei den Herstellern und knapp 46.000 bei den Zulieferern. Die Finanzkrise hat hier deutliche Spuren hinterlassen. Bei den Automobilherstellern kamen sie in 2009 nur noch auf durchschnittlich 44.700 Euro, bei den Zulieferern auf 44.036 Euro.
Diplom und Master beim Gehalt vorne
Am besten honoriert werden bei den Herstellern nach wie vor die Abschlüsse Diplom und Master. Sie liegen auf gleicher Höhe wie im vergangenen Jahr – nämlich bei rund 49.000 Euro. FH-Absolventen steigen mit 47.720 Euro ein, Bachelor mit 46.500 Euro. In der Zulieferindustrie hat sich die Reihenfolge verschoben: Hier konnten die Master- die Diplom-Absolventen erstmalig überrunden. Der Master-Abschluss schlägt mit 44.100 Euro zu Buche, das Diplom mit 41.750 Euro. Die Diplom-Ingenieure wurden außerdem erstmals knapp vom FH-Abschluss geschlagen, der im vergangenen Jahr mit 41.900 durchschnittlich honoriert wurde. Einen großen Aufschlag bringt nach wie vor die Promotion. Bei den Herstellern wird sie im Schnitt mit 59.620 Euro bezahlt, bei den Zulieferern mit 52.850 Euro. Stellt man die Studienrichtung in den Fokus der Untersuchung, stehen die – meist promovierten – Naturwissenschaftler an der Spitze mit 53.420 Euro bei den Herstellern und 46.990 Euro bei den Zulieferern. Es folgen die Ingenieure mit 50.240 Euro und 42.880 Euro.
Datum: 11/10
Autorin: Eva Flick
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