Juristen: Mit Prädikat mehr verdienen
Jahr für Jahr strömen tausende frisch examinierte Juristen auf den Arbeitsmarkt. Häufig hängt es von der Examensnote ab, wie sich Karriere und Gehalt entwickeln.

- Nicht jeder Jurist wird top vergütet. (Bild: Staufenbiel)
Den Besten steht die Welt offen – das gilt vor allem für Jura-Absolventen mit Prädikatsexamen. Meist können sie sich aussuchen, ob sie bei einer großen Anwaltskanzlei, einem Unternehmen aus der Industrie oder doch lieber beim Staat einsteigen möchten. Allerdings findet längst nicht jeder Jurist nach dem Examen eine gut bezahlte Stelle.
Großkanzleien zahlen das höchste Gehalt
Die höchsten Gehälter werden meist in den großen, renommierten Anwaltskanzleien gezahlt. Kein Wunder, dass die meisten Absolventen hier gerne mitmischen würden. So kommen Berufseinsteiger in Kanzleien mit über 500 Mitarbeitern nach einer Auswertung des Beratungsunternehmens Personalmarkt im Schnitt auf 43.793 Euro Jahresgehalt. Wer bei einer Großkanzlei einsteigt, gehört damit im Vergleich zu anderen Hochschulabsolventen zu den Spitzenverdienern.
Kleine Kanzleien sind zurückhaltender
Anders sieht es bei den kleinen und mittelständisch geprägten Sozietäten aus. Laut der Hamburger Vergütungsberatung Personalmarkt reicht hier die Spanne im Mittel zwischen 33.892 Euro in Kanzleien mit bis zu fünf Mitarbeitern und 41.428 Euro in Kanzleien mit bis zu 100 Mitarbeitern.
Spitzen-Gehälter für Juristen in der Chemie-Industrie
Aufgesplittet nach Branchen zahlen die öffentliche Verwaltung und Behörden mit 30.972 Euro jährlich am wenigsten. An der Spitze steht die Chemie-Industrie mit 46.820 Euro, gefolgt von der Pharma-Industrie mit 46.620 Euro. Auswirkungen auf das Gehalt hat auch die Position, in der Juristen einsteigen. Am unteren Ende der Skala stehen Rechtsspezialisten als Assistenten der Geschäftsführung mit 39.091 Euro im Durchschnitt. Es folgen Personalreferenten mit 42.162 Euro jährlich und Justiziare mit 44.220 Euro. Die höchsten Gehälter zahlen Unternehmensberatungen mit 48.576 Euro.
Datum: 11/10
Autorin: Heike Friedrichsen, PersonalMarkt
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