Gehalt Young Professionals: Die Branche zählt
Wer auf Jobsuche geht, muss wissen: Für ein und denselben Beruf wird je nach Branche ein anderes Gehalt gezahlt. Lesen Sie, in welchen Branchen Young Professionals am meisten verdienen.

- Young Professionals können je nach Branche unterschiedlich viel verdienen.
Wohl dem Young Professional, der in der richtigen Branche arbeitet: Bei Banken gibt es ein rund elf Prozent höheres Gehalt als in anderen Branchen. Eine Berufserfahrung von zwei bis fünf Jahren vorausgesetzt, kommen Akademiker hier auf ein Gehalt zwischen 50.000 und 70.000 Euro jährlich, so eine Auswertung des auf Gehaltsfragen spezialisierten Beratungsunternehmens PersonalMarkt.
Gehalt der Young Professionals varriiert je nach Branche
Aber auch in der Automobilindustrie, bei Unternehmen aus der Luftfahrt und in der Pharmabranche lassen sich hohe Gehälter erzielen, Young Professionals können hier zwischen 48.000 und 67.000 Euro jährlich verdienen. Überdurchschnittlich hohe Gehälter werden auch bei Unternehmen aus der Konsum- und Gebrauchsgüterindustrie (zwischen 45.000 und 65.000 Euro), bei Versicherungen (zwischen 47.200 und 63.200 Euro), bei Unternehmen aus der Medizintechnik (zwischen 45.800 Euro und 64.100 Euro), im Maschinenbau (zwischen 44.900 und 62.900 Euro) sowie im Investitionsgüterbereich (zwischen 43.900 und 63.000 Euro) gezahlt.
Damit nicht genug: In diesen Branchen ist das Gehalt der Young Professionals in den letzten Jahren auch am kräftigsten angestiegen. Die höchsten Gehaltssteigerungen gab es in den letzten zwei Jahren bei Banken, Pharmaunternehmen und Versicherungen: Hier sind die Gehälter von Akademikern mit zwei bis fünf Jahren Berufserfahrung in den letzten beiden Jahren um fünf bis acht Prozent gestiegen. Das Gehaltsniveau in den anderen Branchen ist im selben Zeitraum "nur" um bis zu vier Prozent gestiegen.
Größe und Situation des Unternehmens haben Einfluss auf das Gehalt
In der Industrie werden fast immer höhere Gehälter gezahlt. Vor allem Schlüsselindustrien wie die Automobilindustrie sind seit Jahren für ein hohes Gehaltsniveau bekannt. Aber auch Versicherungen und Unternehmen aus der Konsum- und Gebrauchsgüterindustrie zahlen gut. Kein Wunder, denn diese Branchen werden von Großunternehmen geprägt. Ein Wechsel in ein Großunternehmen wirkt sich daher fast immer positiv auf das Gehalt aus. Allein schon deshalb, weil die meisten großen Firmen tarifgebunden sind.
Auch dort, wo es Unternehmen gut geht, lässt sich erfahrungsgemäß besser über das Gehalt verhandeln. Gehälter werden grundsätzlich stark vom Umsatzpotenzial des jeweiligen Produktes bestimmt. Im Marketing einer Chemieunternehmens beispielsweise werden höhere Gehälter gezahlt als im Marketing eines Kinderhilfswerks. Der Grund liegt auf der Hand: Mit chemischen Produkten kann mehr Geld verdient werden als mit Kinderpatenschaften.
Ein Automatismus nach dem Schema "positiver Branchentrend bedeutet steigendes Gehalt" lässt sich allerdings daraus nicht ableiten. Ob sich das eigene Salär gemäß dem Branchentrend verhält, liegt immer häufiger am Mitarbeiter selbst. Mit zunehmender Berufserfahrung entscheiden nämlich immer häufiger persönliche Leistungen und Erfolge über die Höhe des Einkommens.
Datum: 9/08
Autorin: Heike Friedrichsen, PersonalMarkt
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