Wie Berufseinsteiger ihre individuelle Gehaltsvorstellung finden
Absolventen haben oft Schwierigkeiten ihre Gehaltsvorstellung realistisch einzuschätzen. Wo gibt es zuverlässige Informationen und wie geht man an die Sache heran?
Der zukünftige Arbeitgeber fordert die Angabe einer Gehaltvorstellung. Erster Gedanke: Das Internet. Es finden sich meist direkt Zahlen und Werte über die Gehaltsvorstellung bestimmter Berufsgruppen. Doch nicht immer enthalten schnell recherchierte Gehaltsinformationen aus dem Internet verlässliche Daten. „Viele der dort angebotenen Gehaltschecks verfügen über eine sehr schwache Datenbasis oder führen lediglich einen rein automatischen Vergleich durch, so dass die Ergebnisse wenig differenziert und damit wenig aussagekräftig sind“, sagt Heike Friedrichsen von der Vergütungsberatung Personalmarkt. Meist gibt es spezielle Angebote für Berufseinsteiger.
Individualität macht bei der Gehaltsvorstellung den Unterschied
Individualität spielt bei Gehaltsanalysen eine wichtige Rolle. „Hier werden alle individuellen Parameter einer konkreten Stelle oder Wunschposition berücksichtigt“, so Friedrichsen. Solche Gehaltsanalysen werden von Vergütungs- oder Unternehmensberatungen erstellt. Dahinter stecken erfahrene Gehaltsberater und viel Wissen zum Thema Gehalt. Meist lohnt sich die kleine finanzielle Aufwendung für die fundierten Ergebnisse der Gehaltsvorstellung der Experten.
Die alma mater Gehaltsstudie 2010 errechnete einen Durchschnittswert von 39.339 Euro Brutto-Jahreseinkommen, den Hochschulabsolventen direkt nach dem Studium verdienen. Hierbei sind Prämien und finanzielle Nebenleistungen, wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld, inklusive.
Mehrere Informationsquellen nutzen
Eine weitere Orientierungshilfe sind Entgelttabellen für die einzelnen Tarifgruppen. Dort ist die Höhe der Monatsentgelte geregelt und in Entgeltgruppen unterteilt. Es gibt hierbei den TVöD, Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst, und den TV-L, Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder.
Als weitere Informationsquelle könnten andere Hochschulabsolventen aus der gleichen Branche dienen. Auch Freunde und Verwandte, die in einer ähnlichen Richtung arbeiten, können Orientierung bieten. Informationen über die Situation des Unternehmens einzuholen kann auch hilfreich sein.
Im Großen und Ganzen: Berufseinsteiger haben in der Regel noch nicht allzu viel, was sie einsetzen können. „Es gibt aber auch Ausnahmen", weiß Friedrichsen, "besonders wenn Absolventen ein sehr zielgenaues, hoch qualifiziertes und mit vielen praktischen Erfahrungen fundiertes Profil mitbringen.“ Wer viel Geld fordert, muss auch viel zu bieten haben.
Gehaltsvorstellung formulieren





