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Interview: "Wer viel fordert, muss auch Außergewöhnliches bieten können."

Realistische Gehaltsvorstellungen und passende Qualifikationen führen bei Gehaltsverhandlungen zum Erfolg. (Bild: pressmaster / fotolia.com)
Realistische Gehaltsvorstellungen und passende Qualifikationen führen bei Gehaltsverhandlungen zum Erfolg. (Bild: pressmaster / fotolia.com)

Der Fachkräftemangel, vor allem bei Ingenieuren, wird für einige Unternehmen immer deutlicher spürbar. Sollten Absolventen hier auf ihren Marktwert aufmerksam machen und ein entsprechendes Gehalt fordern?

Das kann man machen, aber letztlich wird jedes Unternehmen darauf achten, dass das firmeninterne Gehaltsgefüge nicht aus den Fugen gerät und Aufträge auch noch kostendeckend abgewickelt werden können. Daher sollte man bei der Gehaltsforderung Maß halten und vor allem ein realistisches Gehalt nennen.


Wie stehen die Chancen für Absolventen anderer Fachrichtungen? Sind auch hier Lohnsprünge zu erwarten?

Fachkräfte werden knapp: Wer über gefragte und passende Qualifikationen verfügt, kann den Gehaltsspielraum meist voll ausschöpfen. Wenn man sich nur die Gehaltsaussichten ansieht, dann dürfte eigentlich niemand Geistes- oder Sozialwissenschaften studieren. Denn das große Geld lockt hier nicht – aber das erwartet auch keiner. Hohe Gehaltsaussichten versprechen zum einen die so genannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Aber auch bei Wirtschaftswissenschaftlern kann sich das Gehalt sehen lassen. Ein Fach wie Jura ist heute keine sichere Bank mehr. Wirtschaftsingenieure dagegen gehören zu den Topverdienern unter Absolventen.

Was ist zu beachten wenn der Arbeitgeber anstatt einer Erhöhung des Festgehalts eine flexible Vergütung in Form von z.B. Boni oder Zusatzleistungen in Betracht zieht?

Wer neben seinem Grundgehalt leistungsbezogene variable Anteile bekommt, sollte darauf achten, dass beides in einem sinnvollen Verhältnis zueinander steht. Je geringer das Grundgehalt ist, desto größer sollte die Möglichkeit sein, bei guter Leistung überproportional am erzielten Erfolg zu partizipieren. Es sollte auch immer genau festgelegt werden, unter welchen Voraussetzungen und in welcher Höhe eine vereinbarte Leistungsprämie oder eine Zusatzleistung gewährt wird. Die Ausgestaltung solcher Bonussysteme sollte für Mitarbeiter transparent, nachvollziehbar, messbar und vor allem aktiv beeinflussbar sein.

Wie geht man am besten an eine Gehaltsverhandlung heran? Haben Sie noch ein paar besondere Tipps und Tricks?

Nennen Sie immer Spannen, das eröffnet Verhandlungsspielräume. Gehen Sie immer mit drei Zielen in ein Gehaltsgespräch: einem Maximalziel, einem Minimalziel und einem Bündel an möglichen Teil- bzw. Alternativzielen. Und verlangen Sie immer ein bisschen mehr als Sie haben möchten. Bei Einsteigern gibt es allerdings einen geringeren Spielraum für Verhandlungen als bei Berufserfahrenen.

Interview: Julia Orgelmacher
Datum: 08/11

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Über Tim Böger

Tim Böger ist Geschäftsführer des Hamburger Beratungsunternehmen PersonalMarkt. Er studierte Schiffbau und Wirtschaftswissenschaften in Hamburg und stieg als Projektleiter für Passagierschiffe (Umbau und Refit) bei Blohm + Voss ein. Nach sechs Jahren im Konzern entwickelte er ab 1998 das Konzept zu PersonalMarkt. Tim Böger gründete das Unternehmen 1999 und ist heute für die B-to-B-Vergütungsberatung sowie für die Bereiche Finanzen, Technik und Produktentwicklung verantwortlich.