Business-Englisch: Was Absolventen und Young Professionals wissen müssen (Teil 2)
Interkulturelle Kompetenz gefordert
Längere Studienaufenthalte im englischsprachigen Ausland sensibilisieren das Bewusstsein im Umgang mit Sprache und dem Gegenüber. Die Basis interkultureller Kompetenz wird hier gelegt. Auch im Job treffen manchmal kulturelle Unterschiede aufeinander. Ein Minimum an Verständnis für die Kultur des Gegenübers lässt sich trainieren, um höflich und respektvoll aufzutreten. Das Wissen um den Wertekanon des Kommunikationspartners formt sich aber in langjährigen Erfahrungen aus. Zu diesen Feinheiten gehört auch, beim Humor und im Small Talk den richtigen Ton zu finden. Verhaltenstipps von Kollegen helfen bei ersten Gehversuchen auf internationalem Parkett ebenso wie Ratgeberbücher für das Zielland.
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Ziele setzen
Treffen Sie vorab zwei Entscheidungen: Erstens verfügen Sie über ausreichendes Basiswissen, so dass Sie gezielt berufsorientiertes Englisch trainieren können? Trifft das zu, ist zweitens – je nach Branche und Jobprofil – festzulegen, welchen Schwachpunkt man verbessert oder welche Stärken man stärkt. Beim Lernen von Fremdsprachen ist Eigeninitiative gefragt. Regelmäßiges Lesen von englischsprachigen Fachmagazinen trainiert das Fachvokabular.
Künftige Finanzmitarbeiter greifen zur "Financial Times", für Ingenieure eignet sich die Zeitschrift "Engine" als Feierabendlektüre. Das eigene Netzwerk kann ebenso helfen: Präsentationen vor ehemaligen Kommilitonen halten, die das Business kennen und Feedback geben. Oder den Vorgesetzten rechtzeitig davon überzeugen, dass ein neues Projekt einen berufsorientierten Englischkurs erfordert. Das beugt späteren Enttäuschungen vor.
Außerdem veranstalten mittlerweile viele Volkshochschulen und Career Center der Universitäten berufsvorbereitende Englischkurse. Absolventen sollten sich immer klar machen, in welchem Bereich ihr Englisch zu verbessern ist und sich Ziele setzen. Bei der Beschäftigung mit der Fremdsprache sollte man primär das lesen, was jobrelevant ist und interessiert. Spracherwerb soll nicht zur lästigen Pflicht werden. Nur mit anhaltender Motivation geht das Erlernte in Fleisch und Blut über, sodass Business-Englisch langfristig zur Realisierung beruflicher Ziele führt.
Über den Autor: Timothy Phillips, Jahrgang 1959, Geschäftsführer von Skylight, einem Beratungsunternehmen für internationale Geschäftskommunikation. Er studierte Französisch und Musik (B.A.) an der Universität in Sheffield.
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