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Wie das Coronavirus dein Studium beeinflusst

In vielen europäischen Ländern gelten bereits verschärfte Bedingungen. Mittlerweise sind auch Universitäten und Hochschulen von eingeleiteten Maßnahmen betroffen. Was du als Student unbedingt über das COVID-19 wissen musst, wie du dich dagegen schützen kannst und was die neuartige Viruserkrankung für deinen Semesterstart und dein Auslandssemester bedeutet? All das und weitere wichtigen Infos rund um die Folgen für das Sommersemester 2020 und wie es um deine geplanten Prüfungen und Hausarbeiten steht, haben wir dir zusammengefasst.

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Definition: Was ist das Coronavirus?

COVID-19 (Corona virus disease 2019) ist eine neuartige Viruserkrankung, die erstmals Ende Dezember 2019 in China auffällig geworden ist. Es handelt sich hierbei um eine Tröpfchenübertragung, die entweder direkt von Mensch zu Mensch oder indirekt durch die Hände, die dann mit den Schleimhäuten in Kontakt kommen, von statten geht. Circa zwei Wochen kann es dauern, bis sich nach der Ansteckung die ersten Symptome äußern. Besonders ältere Menschen mit (chronischen) Vorerkrankungen gehören zu der Risikogruppe. Aus diesem Grund wird Bürgern und Bürgerinnen, die älter als 60 Jahre sind, dazu geraten, sich gegen Pneumokokken impfen zu lassen.

Eine Infektion macht sich in der Regel mit grippeähnlichen Symptomen, wie Fieber, einer laufenden Nase, trockener Husten oder Erschöpfung bemerkbar. Auch Atemnot, Übelkeit, Durchfall oder Kopf- und Gliederschmerzen können Anzeichen sein. Der WHO (World Health Organisation)-Direktor hat den Virus zu einer Pandemie erklärt. Allerdings verlaufen die meisten Krankheitsverläufe mild, wie sich in China gezeigt hat. Ungefähr vier von fünf SARS-CoV-2 (Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus 2)-Patienten in China sind nicht von Atemproblemen oder einer folgenden Lungenentzündung betroffen.

Wie kann ich mich schützen?

  • Regelmäßiges Händewaschen (mindestens 20 Sekunden)
  • Abstand von Menschen mit Husten Niesen und Fieber halten
  • Händeschütteln vermeiden
  • Richtiges Niesen und Husten in die Armbeuge
  • Einwegtaschentücher nur ein Mal benutzen
  • Hände vom Gesicht fernhalten (Schleimhäute)

Semesterstart wird verschoben

Bayern, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, Hamburg, Bremen und Berlin verschieben den Semesterstart auf den 20. April. Die TU in Dresden startet am 27.April mit dem Semester. In Thüringen, Saarbrücken und an der Uni Leipzig wird der Semesterstart auf den 4.Mai verschoben werden. Die Universität in Regensburg stellt ihren Lehrbetrieb vorübergehend ein. Die Uni Freiburg hat den Beginn des Vorlesungszeitraums sogar auf den 11. Mai verschoben. Dafür soll die Vorlesungszeit um eine Woche nach hnten verlängert werden, sprich bis zum 31. Juli. Zwischen dem 20. April und dem 11. Mai sollen ausgefallene Prüfungen nachgeholt werden. Rektoren aus verschiedenen Bundesländern fordern derzeit eine bundesweit einheitliche Verschiebung. Ziel der Semesterstart-Verschiebung ist, mehr Zeit zu gewinnen, um die rasante Verbreitung von COVID-19 zu verhindern. Ein Ausfall des kompletten Sommersemesters ist für viele Unis keine Option. Der Forschungs- und Verwaltungsbetrieb soll wie bisher fortgeführt werden.

Andere Bundesländer sind allerdings noch unentschlossen, ob sie den Semesterstart ebenfalls verschieben.

Haben die verlängerten Semesterferien einen negativen Einfluss auf das kommende Sommersemester 2020?

In Bayern hat die Regierung beschlossen, dass die Lehrveranstaltung, die aufgrund der Verschiebung nicht stattfinden können, unverzüglich nachgeholgt werden sollen. Die Gesamtunterrichtszeit dürfe laut des Ministeriums nicht verkürzt werden. Im Lehrplan werden für das kommende Semester Samstage genutzt, um den Lernstoff nachzuholen. Weitere Kurse sollen zwischen 08.00 und 22.00 Uhr stattfinden dürfen. Ab dem 16. März sollen zusätzlich Onlinekurse und alternative Lehrkonzepte angeboten werden. Das Sommersemester soll in Bayern zudem um fünf Tage verlängert werden. Diese Regelungen können sich negativ auf Praktikumsplätze, Studentenjobs und den bereits gebuchten Urlaub auswirken. Viele Studenten haben Existenzängste und zweifeln, dass sie die Klausuren im Sommersemester 2020 mit weniger Lernzeit überhaupt bestehen können. 

In NRW soll die Vorlesungszeit planmäßig am 17. Juli 2020 enden. Das sieht der verabschiedete Sondererlass vor, der einheitlich für alle Hochschulen in NRW gilt. Die Universitäten und Hochschulen arbeiten derzeit auf Hochtournen an digitalen Lernformaten für Studierende. Ob und wann es zum Einsatz der digitalen Formate kommen wird, ist allerdings noch unklar. Derzeit sind die Hochschulen in Verhandlung, ob das Sommersemester 2020 ein Präsenzsemester werden soll oder nicht. 

Bevorstehende Prüfungen, Hausarbeiten und andere Abschlussarbeiten

Die Prüfungen an Unis und Hochschulen in NRW wurden vor über zwei Wochen beinahe ausnahmslos abgesagt. Dazu wurde nach dem Erlass des MKW (Ministerium für Kultur und Wissenschaft) geraten. Darunter Klausuren, mündliche Prüfungen und Tests. Auch in Hamburg, Freiburg, Berlin und Baden-Württemberg wurden Prüfungen bis auf unbestimmte Zeit nach hinten verschoben. An der TU Dortmund sollen die Prüfungen wie geplant stattfinden. Es werden die erforderliche Maßnahmen zum Infektionsschutz getroffen", so die TU auf ihrer Homepage. Die TU Berlin hat Online-Prüfungen geplant. Die Abgabe der Hausarbeiten wurde an den meisten Unis bis mindestens Ende April verlängert. Grund dafür ist unter anderem die Schließung einiger Bibliotheteken. Die Termine für andere Abschlussprüfungen wurden bis auf weiteres auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Entscheidung, wann die abgesagten Prüfungen letztendlich stattfinden, trifft jede Uni und Hochschule selber. Dennoch bieten viele Dozenten an, die geplante Prüfungsform in eine andere Prüfungsform zu ändern - schließlich handelt es sich derzeit um eine Sondersituation. Die Entscheidung kann jedoch von Uni zu Uni unterschiedlich ausfallen, da der jeweilige Prüfungsausschuss die Entscheidung in Abstimmung mit den Prüfenden trifft. Vor dem 19. April wird sich das Land NRW zusammensetzen und erneut beraten, um die Lage neu einzuschätzen. In Einzelfällen sei es möglich, Prüfungen zu vollziehen, bei denen es keinen persönlichen Kontakt zwischen Prüfling und Prüfer gibt. Für die Prüfung wird eine explizite, schriftliche Einwilligung benötigt.

Musst du noch Lernstoff für die Uni aufholen? Dann solltest du das lieber Zuhause machen. Alle Bibliotheken im Verbunds der öffentlichen Bibliotheken (VÖBB) sind bis auf weiteres geschlossen. Dazu zählt auch die Universitäts- und Landesbibliothek (ULB Düsseldorf). Zudem wurde nun eine Kontaktsperre erlassen. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit hohen Bußgeldern rechnen. Nur in Bayern, Sachsen und im Saarland gelten Ausgangssperren. Bundesweit sind alle Restaurants, Bars und Nachtclubs geschlossen. Gastronomiebetriebe stellen auf Lieferdienste und Take-aways um. Auch weitere Betriebe, wie Friseure, Tattoo-Studios oder Kosmetiksalons, in denen Hautkonktakt unvermeidlich ist, sind geschlossen. Der Zutritt zu Banken und ausgewählten Einzelhandelsgeschäfte (Apotheken, Lebensmittelhändler) ist weiterhin gestattet. Das selbe gilt für den Arztbesuch oder den Arbeitsweg.

Auslandssemester und weitere Auslandsaufenthalte

Deutschland hat am 15. März die Grenzen zu Österreich, Frankreich, Luxemburg, Dänemark und der Schweiz dicht gemacht. Deutsche dürfen jedoch aus den direkten Nachbarländern einreisen - allerdings gibt es streng verschärfte Einreisekontrollen. Für die EU gilt allerdings eine Einreisesperre. Die meisten Reiseveranstalter haben gebuchte Reisen bis Ende April abgesagt, da Mitte März vom Auswärtigen Amt eine weltweite Reisewarnung ausgesprochen wurde. Die Warnung gilt vorerst bis Ende April. 

Erasmus-Studierende, die sich derzeit in einem ausländischen Risikogebiet befinden, sollen den Aufenthalt laut der Bundesregierung unverzüglich abbrechen. Es ist äußerst wichtig, Ruhe zu bewahren. Die Bundesregierung und Hochschulen werden alle Erasmus-Studierende unterstützen, damit jeder so schnell wie möglich wieder zurückkehren kann. An manchen Unis gibt es jedoch die Regelung, dass Studierende, die aus einem Risikogebiet zurück nach Deutschland kommen, die jeweilige Uni für zwei Wochen nach der Einreise nicht betreten dürfen.


Staufenbiel Institut

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