Bewerberin denkt über Absagegrund nach

Absage: Warum du den Job (vielleicht) nicht bekommen hast

Wieder kommt eine Absage und du weißt einfach nicht, warum. Der Lebenslauf hat keine Lücken, das Bewerbungsschreiben ist perfekt und die Zeugnisse können sich alle sehen lassen. Wir zeigen Möglichkeiten, warum es dennoch nicht geklappt hat.

Wer kennt sie nicht, diese Schreiben, die mit „vielen Dank für Ihre Bewerbung“ beginnen und dann weitergehen mit einem „leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass“. Sie enden schließlich mit dem Satz: „Für Ihren weiteren beruflichen und privaten Lebensweg wünschen wir alles Gute.“ 
Danke, das war´s. Auch die zwölfte Bewerbung hatte wieder keinen Erfolg. Der Schlag in die Magengrube fühlt sich schon vertraut an, die Enttäuschung gewinnt souverän den Kampf mit der Hoffnung, auch weil sie schon ein treuer Begleiter geworden ist. Selbstzweifel wagen erst gar nicht den Rückzug. Den wahren Absagegrund erfährt man selten. So mancher liegt noch nicht einmal bei dir. 

Mögliche Gründe für eine Absage:

Schon besetzt

Nicht mal bekannt und schon besetzt? Das geht. Denn obwohl die Lage klar ist und der Mitarbeiter aus dem ersten Stock die Stelle zum 1. Juni antreten wird, muss die Position dennoch für alle Mann in einer Stellenanzeige angepriesen werden. Einige Stellen müssen öffentlich ausgeschrieben werden. Das verlangt das Gesetz – meist beim öffentlichen Dienst. Es gibt sogar hin und wieder die Pflicht, die Stelle intern auszuschreiben. Häufig ist sie dann so detailreich formuliert, dass nur der Mitarbeiter aus dem ersten Stock alle Qualifikationen mitbringt – welch ein Zufall.

Die Stelle gibt es gar nicht

Ja, das gibt es wirklich, dass es die ausgeschriebene Stelle nicht gibt. Unternehmen greifen zu solchen Mitteln, um zu suggerieren, dass Wachstumsambitionen vorliegen und es der Firma gut geht. Diese Strategie soll Wettbewerber beeindrucken (Wow, was für ein florierendes Unternehmen) oder mögliche Investoren anlocken (Prima, eine gute Geldanlage). Klar, dass hier eine Bewerbung von vornherein aussichtslos ist.  

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Ein anderer war besser

Der Satz: „Wir haben uns für einen Mitbewerber entschieden“ ist wie ein rotes Tuch. „Wer ist das? Wer hat meine Zukunft ruiniert?“ möchte man rufen und sich am liebsten selbst ein Bild von dem Besserqualifizierten machen. Doch den kann es tatsächlich geben. Es gibt den Bewerber, der ein kleines bisschen besser zur Unternehmenskultur passt, einer der vielleicht eine spezielle Zusatzqualifikation hat und sei es nur, dass er ein Drei-Tages-Seminar besucht hat. Und es gibt ihn, einen, der jemanden kennt, der jemanden kennt. Da steckt man einfach nicht drin. Das lässt sich nicht ausschließen.

Ja, nein doch nicht

Bewerbungsprozesse sind mitunter lang. Von der richtigen Formulierung der Stellenausschreibung hin zur Vorauswahl und den ersten Gesprächen kann Vieles passieren. Auch eine Umstrukturierung im Unternehmen. Und eine Position, die vorher wichtig war, fällt plötzlich weg oder wird von anderer Stelle aus wahrgenommen. Oder aber, die Anforderungen haben sich geändert und du passt nicht mehr ins Profil. Darauf hast du keinen Einfluss.

Absage: Nach dem Vorstellungsgespräch

An den Bewerbungsunterlagen kann es nicht gelegen haben, denn die konnten ja überzeugen – schließlich wurdest du zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Es muss also dort etwas danebengegangen sein. Oft ist mangelnde Vorbereitung der Grund für die Absage.

Prüfe dich mit folgenden Fragen:

  • Habe ich Fragen gestellt, die schon ein Blick auf die Unternehmenshomepage beantwortet hätte?
  • Wie war die Darstellung meines Lebenslaufs? Gab es Widersprüche?
  • Wie glaubwürdig war mein Interesse für die Branche und das Unternehmen?
  • Wie souverän habe ich auf unerwartete Fragen reagiert?
  • Wie war mein Auftreten? War ich authentisch?

Achte beim nächsten Vorstellungsgespräch darauf, dass du dich von deinem Gesprächspartner führen lässt: Werde nicht ausschweifend, wo der Personaler eine knappe Antwort erwartet, und bleibe nicht mundfaul, wenn er dir die Gelegenheit gibt, von persönlichen Erfahrungen zu berichten. Und wenn du aufgefordert wirst, eigene Fragen zu stellen, solltest du beim nächsten Mal auch welche parat haben.

Absage: Passte das Outfit?

Auch das äußere Erscheinungsbild kann den Ausschlag gegeben haben. Waren meine Kleidung und meine Schuhe sauber und gepflegt und für die Branche angemessen? Habe ich mich darin wohlgefühlt oder kam ich mir verkleidet vor? Hat mein Gegenüber das vielleicht gemerkt?

Eine Analyse all dieser Punkte kann Aufschluss geben, ist aber nicht immer ganz einfach. Bei der Auswahl deines Bewerbungs-Outfits lässt du dich am besten von Freunden beraten. Außerdem ist es hilfreich, deine Selbstpräsentation mit jemanden zu üben und dir die gängigen Fragen stellen zu lassen. .

Absage: Beim Unternehmen nachhaken

Schließlich spricht auch nichts dagegen, beim Unternehmen, das abgesagt hat, direkt nachzufragen. Wegen der Bestimmungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) und der Furcht vor Rechtsfolgen schrecken zwar viele Personaler davor zurück, detaillierte Begründungen für eine Absage zu geben – einen Versuch ist es aber in jedem Fall wert. Lass dich nicht mit Floskeln abspeisen, sondern hake detailliert nach, auch wenn es unangenehm ist.

Dem Personaler machst du das Antworten leichter, wenn du fragst: „Wie hätte ich mich besser darstellen können?“ anstatt „Warum haben Sie mich abgelehnt?“ Für künftige Bewerbungen kann eine genaue Begründung der Absage sehr hilfreich sein. Denn beim nächsten Versuch gilt wieder: Du musst dich möglichst gut verkaufen.

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Katrin Mingels, Redaktion - 16/04/2015

gpointstudio/shutterstock.com

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