Die besten Benefits zum Gehalt

Geld ist eben doch nicht alles. Leistung kann auch durch Benefits wie Firmen-Smartphones oder Jobtickets anerkannt werden, da wirkt jeder Job gleich viel attraktiver - besonders, wenn man sich auch noch aussuchen kann, welche Zusatzleistungen am besten passen.

In vielen Firmen gibt es inzwischen eigens für Zusatzleistungen angestellte Compensation and Benefits Manager. Eine professionelle Compensation-Strategie soll die Leistungsziele des Unternehmens ebenso fördern wie die Leistungsorientierung und Firmenbindung der Mitarbeiter. Steigende Motivation führt zu besseren Geschäftsergebnissen.

Sowohl für Mitarbeiter als auch für Unternehmen sind solche Benefits oft reizvoller als eine Gehaltserhöhung. Da bleibt auch Netto mehr vom Brutto. Ein Unternehmen kann einem Mitarbeiter 528 Euro im Jahr zukommen lassen. Auszahlen darf das Unternehmen den Betrag allerdings nicht. Sinnvoll ist sicherlich, die Zusatzleistungen zu wählen, die man sonst privat finanzieren müsste. Wenn das Unternehmen wenig attraktive Angebote macht, sollte man eher in Richtung Gehaltserhöhung verhandeln.

Manche Arbeitgeber sind bei der Wahl der Benefits sehr einfallsreich, besonders in den USA: Egal ob Einfrieren der Eizellen oder ein Skipass für die Wintersaison, im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist so gut wie alles dabei.

Kredite und Aktienprogramme

In Deutschland ist man da eher traditionell: Banken geben gerne vergünstigte Kredite oder bieten attraktive Aktien-Programme. Aber nicht nur in der Finanzbranche sind solche Benefits verbreitet. Auch Bayer und IBM bieten Aktienkaufprogramme für Mitarbeiter. Die Commerzbank hat sogar noch Sonderzinssätze für Spareinlagen.

Auto, Fahrrad, Bahn und Flugzeug

Eines der bekanntesten und beliebtesten Benefits ist der Firmenwagen. Bei BMW oder Audi können Mitarbeiter Fahrzeuge zu sehr günstigen Konditionen kaufen, finanzieren oder leasen. Wenn BMW-Mitarbeiter oder deren nahe Verwandte heiraten, können sie sogar eine Hochzeitslimousine nutzen.

Eine gesunde Alternative zum Auto ist ein Firmenfahrrad. Anders als beim Dienstwagen ist das Firmenfahrrad zu 100 Prozent privat nutzbar. Bei einem Rad im Wert von 1000 Euro müssen nur zehn Euro versteuert werden.

Eine weitere Alternative zum Auto ist die Nutzung des öffentlichen Verkehrsnetzes. Natürlich hat da die Deutsche Bahn für ihre Mitarbeiter attraktive Angebote, neben Freifahrten etwa eine Netzcard, die sie auch für private Fahrten gebrauchen können.

Bei der Lufthansa gibt es vergünstigte Flugangebote für alle Angestellten, deren Familien und Partner.

Krankenversicherung und Altersvorsorge

Standard ist auch, dass Arbeitgeber immer häufiger betriebseigene Krankenkassen oder Altersvorsorgen bieten. Deutsche Bahn und Deloitte etwa offerieren eine eigene Altersvorsorge und eine Gruppenunfallversicherung.

Smartphone

In Mode sind ebenso Zuwendungen wie Smartphones, ob Firmenhandy, Leasing oder Zuschüsse zur Rechnung. Aber dann ist die moralische Verpflichtung, abends und am Wochenende besser erreichbar zu sein, deutlich höher. Auch die Telekom bietet ihren Mitarbeitern Rabatt für die eigenen Produkte, allerdings sind nur bis zu 1080 Euro im Jahr steuerfrei.

Bonus auf der Kreditkarte

Als Bonus sind für Mitarbeiter maximal 10.000 Euro im Jahr als Auszahlung auf eine Prepaid-Kreditkarte möglich. Diese muss einmalig mit 30 Prozent pauschal versteuert werden und es fallen geringere Sozialabgaben an. Deloitte etwa verteilt Kreditkarten an die eigenen Mitarbeiter.

Geschenke und Rabatte

Für Geburtstage, Jubiläen oder Hochzeitstage darf ein Arbeitgeber einem Mitarbeiter drei Mal im Jahr etwas im Wert von 60 Euro schenken. Für Jubiläen gibt es bei Haribo Sonderurlaub und Geschenke. Wieder gilt: Auszahlen darf das Unternehmen das Geld nicht - aber über die Prepaid-Kreditkarten ein Geschenk selbst erwerben zu lassen, ist kein Problem. Diese Form der Benefits wird mit wachsender Fluktuation in den Firmen immer seltener.

Für ganz kreative Firmen ist auch die Kennzeichenwerbung eine Möglichkeit, dem Mitarbeiter ein paar Euros zukommen zu lassen: Einfach dem Mitarbeiter einen Aufkleber mit dem Firmenlogo oder Werbung für Auto oder Motorrad geben, schon kann die Firma 21 Euro jeden Monat auszahlen.

Essen, Weiterbildung oder Kita

Bei Haribo gibt es vergünstigtes Essen im firmeneigenen Bistro. Bei Google gar kostenloses Gourmet-Essen. Aber kleinere Betriebe können sich oft keine Kantine leisten - daher sind Essenszuschüsse eine beliebte und wirksame Methode, dem Arbeitnehmer eine Unterstützung zukommen zu lassen. 93 Euro pro Monat in Form von Essenschecks sind erlaubt, ob für Supermarkt oder Restaurant.

Ein Arbeitgeber kann auch in Weiterbildungen für seine Mitarbeiter investieren und für sie keine Steuern oder Abgaben zahlen, solange klar ist, dass die Weiterbildung direkt für den Job anwendbar ist. Diese Form der Zuwendung nutzen viele Kanzleien.

Ein Unternehmen kann anbieten, dem Mitarbeiter einen Zuschuss zu den Betreuungskosten für die Kinder zu leisten. Bayer und Deloitte zum Beispiel haben sogar einen eigenen Familienservice.

Gesundheit

Eine wohltuende Maßnahme für Unternehmen und Mitarbeiter gleichermaßen sind Gesundheitsaufwendungen. Wenn gewisse Kriterien erfüllt sind, können bis zu 500 Euro pro Jahr für die Gesundheit des Mitarbeiters veranschlagt werden. So profitieren Angestellte vom Fitnessstudio im Betrieb, während der Arbeitgeber krankheitsbedingte Fehltage verhindert. Auch betriebliches Gesundheitsmanagement verbreitet sich zusehends. So etwa bei der Commerzbank. Bei Benteler gibt es präventive Gesundheitschecks, Fitnessangebote und Gesundheitstage. Adidas bietet nicht nur seinen Mitarbeitern Sportprogramme, sondern auch deren Kindern ein einwöchiges Sportcamp.

Nachteile

Trotz dieser ganzen Vorteile bringen Zusatzleistungen auch Nachteile mit sich. Benefits schlagen sich, anders als Gehaltserhöhungen, nicht im Rentenbescheid nieder. In einem guten Konzept wird dies über eine betriebliche Altersvorsorge kompensiert. Außerdem sind Zusatzleistungen jederzeit kündbar. Auch das solltest du bei der Verhandlung um Benefits und Gehalt im Kopf behalten.


Sarah Luisa Görtz, Redaktion - 24/05/2017

bbernard/shutterstock.com

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