Arbeiten in der Gamesbranche - Schluss mit Klischees

Die Gamesbranche hat nicht nur spannende Spiele, sondern auch interessante Jobs zu bieten - auch für Nicht-Zocker. Zeit mit Vorurteilen aufzuräumen. So arbeitet es sich in der Gamesbranche.

Die Spieleindustrie boomt, die Events werden immer größer, der Umsatz immer höher. Wer heute noch glaubt, dass Spieleentwickler den ganzen Tag nur zocken, der irrt sich gewaltig. Die Branche und ihre Produkte werden zunehmend auch internationaler. Die Leitmesse Gamescom, verzeichnet von Jahr zu Jahr mehr ausländische Aussteller. Gleichzeitig wächst auch die Messe selbst. 

Für Dorothee Bär, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, ein klares Zeichen: „Games sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen - sie sind Vorreiter und Kulturgut - mit enormem wirtschaftlichem, technologischem und gesellschaftlichem Entwicklungspotenzial.“

Games überholen Musikindustrie

Bereits heute arbeiten rund 13.000 Menschen in der Spielebranche. Videospiele haben 2015 mit einem Umsatz von etwa 2,8 Milliarden Euro in Deutschland die Musikindustrie und die Filmindustrie (an den Kinokassen) überholt. Damit wird die Gamesbranche immer interessanter für Absolventen aller Bereiche. Gerade für Wirtschaftswissenschaftler, die etwa im Marketing, Vertrieb oder HR-Bereich arbeiten, ist der Unterschied zu anderen Branchen gering.

Neben IT-Fachkräften suchen die Unternehmen der Spielebranche aber auch Linguisten - wenn es etwa darum geht, Computerspielen die richtige Sprache zu geben. Auch für Juristen ist die Branche interessant. Viele Unternehmen unterhalten eine eigene kleine Rechtsabteilung. Und die gute Nachricht ist: Es gibt keinen Dresscode. Anzug und Krawatte trägt nur, wer sich darin wohlfühlt. 

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Spielen ist harte Arbeit

Trotzdem sind die Firmen auch traditionell. Andrea Hartenfeller, HR Managerin bei Crytek, betont, dass die Branche eigentlich ganz normal ist. „Viele Einsteiger sind anfangs überrascht, wenn sie merken, dass nicht den ganzen Tag gespielt wird, sondern zahlreiche Meetings auf der Tagesordnung stehen.“ Dabei sind Absprachen sehr wichtig. Schließlich arbeitet an einem Spiel ein ganzes Team.  

Crytek programmiert Spiele mit einer eigenen Software, der CryEngine. Die Crytek-Studios arbeiten mittlerweile mit der dritten Version – dafür sucht die Firma laufend neue Fachkräfte im Bereich „Programming & Engineering“. 

Ein wichtiger Skill, den Einsteiger mitbringen sollten, ist die Konzentrationsfähigkeit. Wer etwa für einen Level verantwortlich ist, ihn immer wieder testet und Bugs dokumentiert, muss hoch konzentriert arbeiten. „Mit Spielen hat das wenig zu tun“, sagt Hartenfeller. „Vielmehr ist das harte Arbeit.“

Gute Zahlen

Und diese Arbeit zahlt sich aus. Der deutsche Gesamtmarkt für digitale Spiele ist laut Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) von 2014 zu 2015 um 4,5 Prozent gewachsen. Im Teilbereich der App-Käufe beträgt das Wachstum sogar 31 Prozent. Die Handyspiele haben also einen bedeutenden Anteil am Gesamtmarkt. 

Auch Goodgame Studios aus Hamburg feiert Erfolge. Erst 2013 hatten sie mit der Entwicklung von Mobile Games begonnen. 2014 machte dieser Sektor bereits 46 Prozent des Umsatzes aus, der sich 2015 knapp verdoppelte. Für 2015 hatte das mit zahlreichen Neueinstellungen die Folge, dass das Unternehmen von 1200 Angestellten auf 1600 wachsen sollte. Eine gute Nachricht für Jobinteressenten.

Freiraum im Studium

Um auf dem Markt wettbewerbsfähig zu bleiben, eröffnen immer mehr Firmen Studios im Ausland. Für die internationalen Unternehmen sind Sprachkompetenzen der Bewerber ein Muss. Auch die Seminare im Master-Studiengang Game Development and Research am Cologne Game Lab sind auf Englisch. Wer sich hier bewirbt, braucht gute Argumente, um sich durchzusetzen. Denn jährlich werden nur 15 Bewerber zugelassen. Die aufgenommenen Studenten bekommen in ihrer Ausbildung viel Freiraum, um eigene Projekte in Gruppen zu realisieren und sich selbst zu entwickeln.  

Egal, ob Gamer oder nicht: Ein gut gestalteter Lebenslauf darf in keiner Bewerbung fehlen. Mit unserem CV-Generator kannst du deinen als registrierter User direkt online erstellen – das ist fast so cool wie ein Computerspiel. 


Philip Keil, Gastautor - 30/07/2015

oneinchpunch/shutterstock.com

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