Studentin beschäftigt sich mit Elektromobilität

Zukunfts-Branche Elektromobilität: So gelingt der Einstieg

Mit dem Auto zur Ladesäule statt an die Tankstelle: Wenn es nach der Bundesregierung geht, rollen 2020 eine Million Elektroautos über deutsche Straßen. Wir zeigen, welche Experten dafür gebraucht werden und wie schon Studenten in die Branche Elektromobilität einsteigen können.

Die Realität ist vom ehrgeizigen Ziel der Regierung noch weit entfernt, doch die Tendenz ist deutlich: Im Jahr 2015 wurden rund 12.300 Elektrofahrzeuge in Deutschland zugelassen, das war eine Steigerung um 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei Fahrzeugen mit Hybridantrieb liegt die Zahl noch höher: Laut Kraftfahrtbundesamt waren es 33.630 Pkw und damit knapp 23 Prozent mehr als 2014. Elektromobilität ist stark im Kommen und wird immens gefördert – das bietet viele Chancen für junge Ingenieure. 

Der aktuelle Stand bei E-Mobilität

Dabei geht es nicht nur um Autos: „Bei Elektromobilität denkt man meistens sofort an Elektro-Pkw, aber darunter fallen zum Beispiel auch Nutzfahrzeuge“, sagt Dr. Bernd Fischer vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB. „Vielversprechende Einsatzmöglichkeiten gibt es in beiden Bereichen: In Mega-Cities wie Peking kann mit Elektroautos die Luftverschmutzung bekämpft werden. Hybride Müllautos sind extrem leise, wenn sie rein elektrisch durch 30er-Zonen fahren, auch auf Baustellen oder in der Landwirtschaft sind spezifische Elektrofahrzeuge sinnvoll.“

Im Privatbereich werden Elektroautos bislang vor allem als Zweit- oder Pendlerfahrzeuge eingesetzt. Sie eignen sich für Fahrten auf kurzen Strecken und in Städten. „Für ein elektrisches Standard-Familienauto, mit dem man im Sommer nach Italien fährt, sind die Voraussetzungen noch nicht geschaffen“, erklärt Fischer. „Dafür brauchen wir bessere Batteriereichweiten, die Lade-Infrastruktur muss besser und einheitlicher werden.“

Große Autobauer und kleine Spezialisten

An der zugehörigen Technik arbeiten neben großen Autobauern wie Porsche hochspezialisierte Unternehmen, zum Beispiel Phoenix Contact. Die Firma aus Ostwestfalen-Lippe entwickelt und produziert neben Ladesystemen auch Einzelkomponenten für Elektroautos.

Hier sind qualifizierte Ingenieure mit Fachwissen gefragt: „Wir suchen in erster Linie Absolventen der Elektrotechnik und Mechatronik“, erklärt Helene Togköz von Phoenix Contact. „Wichtig ist, dass sie neue Technologien und Lösungen für die technischen Herausforderungen der Zukunft entwickeln wollen.“ 

CareerServices

Events für Nachwuchskräfte

Wie diese Zukunft aussehen könnte, zeigt sich schon jetzt bei Veranstaltungen, die sich an junge Menschen mit Begeisterung für E-Mobilität richten. So nehmen Mitarbeiter von Phoenix Contact regelmäßig an der „Wave Trophy“ teil, einem E-Mobilitäts-Rennen quer durch Deutschland. „Die Strecken, die die Elektrofahrzeuge bei dieser Rallye zurücklegen, zeigen, was die Fahrzeuge heute schon leisten können“, sagt Helene Togköz. „Für unsere Nachwuchskräfte ist es eine einzigartige Erfahrung und ein eigener Test der Technik.“

Ein Event für begeisterten Nachwuchs unterstützt auch die Fraunhofer-Gesellschaft gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF): Bei der Drive-E-Akademie gibt es neben Vorträgen, Unternehmensbesuchen und Laborbesichtigungen auch Workshops, in denen sich Studenten selbst ausprobieren können – und so möglicherweise den Grundstein für eine Karriere in einer boomenden Branche legen. Im Rahmen der einwöchigen Akademie werden auch die Drive-E-Studienpreise verliehen, für die sich Nachwuchswissenschaftler mit ihren studentischen Arbeiten rund um Elektromobilität bewerben können.

Gehalt in der Elektrotechnik

Neben den guten Jobchancen sprechen auch die Zahlen für eine Karriere in der zukunftsträchtigen Branche: Laut Gehalt.de verdienen Einsteiger in der Elektrotechnik im Schnitt knapp 45.000 Euro jährlich. Ganz besonders lohnt sich eine Karriere in der Produktion: Hier liegt das Durchschnittsgehalt für Einsteiger bei knapp 50.000 Euro. 


Julia Troesser, Redakteurin - 16/03/2016

Pushish Images/shutterstock.com

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