Ein Wirtschaftsinformatiker wird eingestellt

"Übernahmequote bei fast 100 Prozent"

Warum sich ein Studium der Wirtschaftsinformatik lohnt und wie sich das Fach in den vergangenen Jahren entwickelt hat, erklärt Armin Stein, Leiter des Forschungsnetzwerks ERCIS an der Universität Münster

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Worauf sollten Studieninteressierte bei der Wahl der Hochschule achten?

Es ist auf jeden Fall von Vorteil, wenn die Wirtschaftsinformatik nicht nur ein Nebenfach an einer auf BWL ausgerichteten oder an einer technischen Fakultät ist, sondern ein eigenständiger Bereich. Die Uni Münster war hier mit einem eigenen Institut an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät Vorreiter und hat große Erfahrung in der Wirtschaftsinformatikausbildung und -forschung. Hochschulen, die das anbieten, gibt es inzwischen aber genug. Wichtig sind außerdem gute Kontakte zur Wirtschaft.

Wie sehen die praktisch aus?

In Münster bieten wir etwa Praktika und Abschlussarbeiten in Unternehmen an. In Projektseminaren können unsere Studenten auch ein Semester lang, betreut von einem Mentor, betriebliche Projekte bearbeiten. Dabei müssen sie dem Unternehmen am Ende ein Produkt liefern. Solche Projekte bieten nicht nur Praxiserfahrungen, sondern auch frühe Kontakte zu Unternehmen. Auf die Internationalität des Studiengangs und Partneruniversitäten der Hochschule im Ausland sollten Studieninteressierte ebenfalls achten.

Wie sind Sie selbst zur Wirtschaftsinformatik gekommen?

Während meiner Bundeswehrzeit blätterte ich durch einen Studienführer. Dabei stellte ich fest, dass ich nicht in der BWL-Masse untergehen wollte und auch nicht so der Wettbewerbstyp war. Ich konnte mir aber auch nicht vorstellen, mich als Informatiker zum Programmieren in den Keller zu setzen. Ich stieß dann auf die Informationen zum Wirtschaftsinformatik-Studium und schrieb mich zusammen mit zwei Abiturienten aus meinem Jahrgang an der Uni Münster ein. Es war genau die richtige Entscheidung, die interessanterweise drei völlig unterschiedliche Typen hervorgebracht hat: Der eine ist Manager bei BMW, der andere ist Consultant und Gesellschafter bei einer Unternehmensberatung für öffentliche Verwaltungen hier in Münster. Und ich selbst organisiere das internationale Wirtschaftsinformatik-Forschungsnetzwerk ERCIS.

Was empfehlen Sie nach dem Bachelor-Abschluss?

Seit der Bologna-Reform hält sich hartnäckig das Gerücht, dass keine Chance mehr hat, wer das Studium nicht in der Regelstudienzeit absolviert. Das ist wirklich Quatsch. Die Unternehmen schätzen das breite Spektrum aus dem Studium und bewerten die breiten Grundlagen, die die Bachelor-Absolventen mitbringen, fast immer positiv. Das gilt auch, wenn das Studium ein oder zwei Semester länger gedauert hat, weil die Bewerber praktische Erfahrungen gesammelt haben. Vor allem ein Auslandssemester sehen Unternehmen positiv, auch wenn es das Studium wegen Problemen bei der Anrechnung unter Umständen verlängert.

Und das Master-Studium?

Wer eine akademische Laufbahn einschlagen oder bestimmte fachliche Aspekte vertiefen möchte, sollte nach dem Bachelor ein Master-Studium beginnen. Das Gehalt ist anschließend oft höher, dafür müssen die Unternehmen aber häufig auch stärker überlegen, wie sie die Master-Absolventen einsetzen können, weil sie fachlich schon festgelegter sind. Ein Master ist also nicht automatisch ein Vorteil auf dem Arbeitsmarkt. Die Unternehmen bieten häufig auch schon Bachelor-Studenten die Förderung eines Master-Studiums an. Sie arbeiten dann während der Semesterferien als Werkstudenten und erhalten während des Master-Studiums eine finanzielle Unterstützung. Das ist natürlich eine Win-win-Situation: Das Unternehmen bindet einen potenziellen Absolventen und kann abschätzen, was es später erwartet, der Student hat eine finanzielle Sicherheit und im besten Fall eine Jobgarantie bei einem attraktiven Arbeitgeber.

Was sind typische Berufe für Wirtschaftsinformatiker?

Ein Job als SAP- oder Strategieberater geht immer, sowohl bei den Global Playern im Consulting als auch bei kleineren Beratungsgesellschaften. Als IT-Administratoren können Wirtschaftsinformatiker die IT-Strategie eines Unternehmens mitbestimmen und sind dabei meist im mittleren oder höheren Management angesiedelt. Sie können auch ein Rechenzentrum leiten, zu Behörden in die Verwaltung gehen oder sich als IT-Berater selbstständig machen. Das Studium bekommt natürlich niemand geschenkt und man muss mit Spaß dabei sein. Dafür sind die Aussichten dann aber auch sehr gut. Bei den Absolventen der Uni Münster liegt die Übernahmequote bei fast 100 Prozent.


Heinz Peter Krieger, Redaktion

Matej Kaselic / Shutterstock.com

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