Naturwissenschaftler haben lukrative Aussichten im Consulting

Naturwissenschaftler im Consulting

Naturwissenschaftler finden nicht nur in der Forschung, sondern auch im Consulting spannende Arbeitsmöglichkeiten. Unternehmensberatungen schätzen insbesondere ihre analytischen Fähigkeiten. Wer Fachwissen mitbringt und mobil ist, den erwartet ein spannender und abwechslungsreicher Job.

Auf den ersten Blick hat die Arbeit eines Beraters nicht viel mit dem Studium eines Biologen, Chemikers oder Physikers zu tun. Aber der Eindruck täuscht: Naturwissenschaftler mit Beraterambitionen haben gute Chancen, zum Beispiel im Consulting der Chemieindustrie;einzusteigen. Denn die analytischen Fähigkeiten eines Naturwissenschaftlers sind auch im Consulting gefragt. Beratungsunternehmen besetzen ihre Teams gerne interdisziplinär. Arbeitet ein Team aus verschiedenen Fachrichtungen zusammen, entstehen meist kreativere Ideen. Die unterschiedlichen Sichtweisen auf ein Problem schaffen Inspiration und bringen neue Impulse. Denn die Ziele der Arbeit können neue Strategien sein oder die Struktur und Organisation des Klienten an neue Gegebenheiten anzupassen. Berater erkennen die Gesamtzusammenhänge und sind stark im analytischen Denken. Die Karrierewege im Consulting sind meist kürzer als etwa in der Pharma- und Chemieindustrie oder in der Forschung. Außerdem bieten sich gute Möglichkeiten zur beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung.

Weiterbildung und lukrative Aussichten

Wer in die Consultingbranche einsteigen möchte, muss natürlich über betriebswirtschaftliches Know-how verfügen. Naturwissenschaftler können sich das über ein MBA-Studium oder Ergänzungsseminare an der Hochschule aneignen. Auch die Unternehmen selbst bieten oft Programme an, in denen sie Einsteigern das nötige Wissen vermitteln. Wer schon während des Studiums in einer studentischen Unternehmensberatung mitarbeitet, erleichtert sich den Einstieg. Naturwissenschaftler lernen während ihres Studiums, mathematisch-analytische Denkmuster anzuwenden und in der Praxis komplexe Probleme zu lösen. Durch diese Eigenschaften und die im anspruchsvollen Studium bewiesene hohe Frustrationsschwelle sind Absolventen der Naturwissenschaften für einen Job in der Beratungsbranche besonders geeignet. Dazu sollten sie eine spannende Tätigkeit jenseits von Forschung und Entwicklung suchen und eine hohe Affinität zu Zahlen mitbringen.

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Einsteiger können im Consulting mit einem Jahresgehalt ab 46.000 Euro aufwärts rechnen. Die Firmengröße hat allerdings einen starken Einfluss auf das Einkommen der Mitarbeiter. So werden in großen Firmen an Berufsanfänger schon einmal 55.000 Euro und mehr bezahlt. Die Consultingbranche lockt außerdem mit einem spannenden Arbeitsalltag. Denn Berater arbeiten in immer neuen Projekten, der Arbeitsplatz ist größtenteils beim Kunden vor Ort. Sie müssen deshalb viel Zeit in den Job investieren und mobil sein. Belohnt wird der hohe Einsatz mit einem abwechslungsreichen Berufsleben, viel Kundenkontakt und früher Verantwortung.

Consulting am Beispiel der Chemieindustrie

Chemiker in der Consultingbranche müssen nicht zwangsläufig ihre Wurzeln aufgeben. Beratungsgesellschaften, die große Pharmaunternehmen oder Krankenhäuser zu ihren Kunden zählen, bieten für Naturwissenschaftler gute Einstiegsmöglichkeiten. Auch Energieversorger, Telekommunikationsunternehmen und Krankenkassen sehen es gerne, wenn sie ihre Geschicke in die Hände von spezialisierten Consultants legen können. Chemiker finden in der Unternehmensberatung vielfältige Möglichkeiten. Typische Arbeitgeber sind in München die 4C Group, ThyssenKrupp in Essen oder Sopra Steria in Hamburg.

Die Arbeit von Consultants und Chemikern ist gar nicht so unterschiedlich und führt in der Unternehmensberatung zu den gleichen Ergebnissen. Beide entwickeln in ihrem Berufsfeld zunächst mögliche Lösungsansätze, spielen die Szenarien durch und leiten dann aus den Ergebnissen die Lösung des Problems ab. In der Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Chemie-, Pharma- oder Healthcare-Branche können Chemiker etwa mit Kunden auf Augenhöhe diskutieren. Aber auch in anderen Branchen profitieren die Firmen von dem Verständnis der Naturwissenschaftler für komplexe Zusammenhänge.


Julia Heilig, Redaktion

Pressmaster/Shutterstock.com

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