Studenten, die ihre Semesterferien genießen

Semesterferien: Freizeit oder noch mehr Stress?

Die Semesterferien stehen vor der Tür, doch von Ferien kann keine Rede sein – zumindest klingt das aus Studentenmunde so. Dabei kommt auf ein Studienjahr ein halbes Jahr Semesterferien. Das ist ganz schön viel Freizeit, oder?

Draußen liegt Schnee und es ist bitterkalt, aber für die Studenten heißt es schon bald: Adé Wintersemester und olé Semesterferien. Und der Jubel kann gleich weitergehen. Denn nicht nur die Semesterferien, auch die gesetzlichen Feier- und Brückentage bescheren den deutschen Studenten ganz schön viel Freizeit. Aufgerundet sind es volle sechs Monate. 

Also nochmal: Von einem ganzen akademischen Jahr geht die Hälfte flöten durchs Nichtstun. Nicht zu glauben? Dann rechnen wir jetzt mal nach: 

An den meisten Unis endet im Februar das Wintersemester und bis zum Start des Sommersemesters vergehen zwei Monate. Also acht Wochen. Ja genau, rund 62 Tage. Denn die Vorlesungen im Sommersemester starten erst wieder im April. Dann heißt es sputen, denn schon ab Mitte Juli gibt es die nächsten Semesterferien. Bis dann wieder der Unibetrieb seinen gewohnten Gang geht, vergehen wiederrum drei Monate. Nimmt man jetzt noch eine Woche Ferien um Pfingsten herum dazu, plus zwei Wochen Weihnachtsferien, haben Studenten vom Wintersemester 2015/16 bis Wintersemester 2016/17 fünf Monate und drei Wochen frei. Also aufgerundet sechs Monate. Ein halbes Jahr. 

Beispiel: Vorlesungszeiten an der Universität zu Köln

  • SS 2016: 11.04.2016-22.07.2016
  • WS 16/17: 17.10.2016-10.02.2017
  • SS 2017: 18.04.2017-28.07.2017
  • WS 17/18: 02.10.2017-26.01.2018
  • SS 2018: 09.04.2018-20.07.2018 

Der Unterschied der Hochschulen

An den Fachhochschulen sieht die freie Zeit etwas anders aus: Sechs Wochen zwischen Wintersemester und Sommersemester und acht Wochen zwischen Sommersemester und Wintersemester. Macht insgesamt also dreieinhalb Monate. 

Beispiel: Vorlesungszeiten an der Technischen Hochschule Köln

  • SS 2016: 21.03.2016-15.07.2016
  • WS 16/17: 19.09.2016-03.02.2017
  • SS 2017: 03.04.2017-28.07.2017

Frei, freier, Klausurenstress 

Ganz schön viel Freizeit für die Uni-Studenten, selbst im Vergleich zu den FHlern.

Würde der Artikel jetzt hier enden, ein Shitstorm wäre mir gewiss. Denn von Freizeit kann keine Rede sein. Das würden mir unisono alle Studenten entgegenschreien. Und selbst die Hochschulen nennen diese Zeit nicht Ferien, sondern hochoffiziell „vorlesungsfreie Zeit“. Die Monate sind gefüllt mit Prüfungen und deren Vorbereitung, werden zum Schreiben von Haus- und Studienarbeiten genutzt oder dienen der Teilnahme an Kursen. Auch wer studienbegleitende Praktika ableisten muss, kann das nur in den Semesterferien tun.

Wie das Ausland studiert

Stöhnen deutsche Studenten also doch zu Recht? Im Vergleich zu europäischen Kollegen steht es eigentlich gar nicht so schlecht um die freie Zeit unserer Akademiker. In England beispielsweise bleiben den Studenten nur acht Wochen, sich von den Strapazen ihres Studiums zu erholen. Hier gliedert sich das akademische Jahr meist in Trimester von zehn bis zwölf Wochen. Vorlesungsfreie Zeiten gibt es rund um Ostern, Weihnachten und im Sommer. Der Juli ist der letzte Monat, in dem oftmals Prüfungen stattfinden und Ende September geht es wieder ins nächste akademische Jahr. 

Die Franzosen können etwas mehr Erholung genießen, bevor wieder die Köpfe rauchen und die Hörsäle gefüllt sind. Doch so lange wie in Deutschland geht ihre vorlesungsfreie Zeit dann auch nicht. Dreieinhalb bis vier Monate sehen unsere Nachbarn keine Uni von innen. In Frankreich beginnt das erste Semester an den meisten Universitäten Mitte September und endet Mitte Januar. Im Februar beginnt das zweite Semester und dauert bis Mitte Mai. Daran schließen sich die Ferien an, die bis zum Semesterbeginn Mitte September dauern. 

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Allerhand Möglichkeiten

Selbst wenn bei all den Verpflichtungen keine sechs Monate Zeit sind, um zu faulenzen, bleiben immer noch ein paar Wochen, um sich vom Semester zu erholen. Sei es um neue Kraft zu tanken oder Geld zu verdienen, wenn das Bafög nicht reicht oder die Eltern den Geldhahn zudrehen. Vom Aushilfskellner und Promoter, über Hiwi oder Nachhilfelehrer,  Museumswächter bis hin zu Komparse oder Statist – gerade in der Studentenzeit bieten sich viele attraktive, spannende und verrückte Möglichkeiten, sein Konto wieder aufzufüllen. 

Wer reisen und dabei Geld verdienen möchte, für den ist Work and Travel genau das Richtige. Wer nur Reisen will, kann dazu auch noch einen Sprachkurs belegen – macht sich gut im Lebenslauf. Mit Summer Sessions, also Intensivkursen an ausländischen Unis, schlägt man sogar zwei Fliegen mit einer Klappe. Oft kann man vor Ort weitere Credit Points und Leistungsnachweise erwerben (nach Absprache mit dem Prüfungsamt natürlich) und lernt ganz nebenbei die Kultur und den Lehrbetrieb eines anderen Landes kennen – plus: man verbessert noch seine Sprachkenntnisse. Sinnvoll nutzt die Zeit auch, wer ehrenamtlich arbeitet. Gesellschaftliches und soziales Engagement sind bei künftigen Arbeitgebern gerne gesehen. Das Angebot von freiwilliger Arbeit ist groß und reicht von Tiernothelfer über Dolmetscher für Flüchtlinge, Kinder- und Seniorenbetreuung bis hin zu IT-Helfer oder Sportlehrer.

Aber hey, manchmal ist es auch okay, einfach mal nichts zu tun. Schöne Semesterferien!


Katrin Mingels, Redaktion - 12/02/2015

Yulia Mayorova/shutterstock.com

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