Studenten auf Sprachreise

Sprachreise in den Semesterferien: Was bringt's dir und deinem CV?

Du willst in den Semesterferien Auslandserfahrungen sammeln, ein neues Land erleben und internationale Kontakte knüpfen? Dann könnte eine Sprachreise die richtige Wahl sein. Wir zeigen dir, was du beachten solltest – und was bei Personalern gut ankommt.

Die Semesterferien stehen an und du bist noch völlig planlos? Um ein Praktikum hast du dich nicht gekümmert, auf einen Job hast du keine Lust und eine Reise wäre zwar cool – aber eigentlich willst du etwas machen, das dich beruflich weiterbringt. Schon mal an eine Sprachreise gedacht? Zugegeben: Mit der Erfahrung eines Auslandssemesters kann ein Sprachkurs nur selten mithalten, profitieren kannst du trotzdem davon.

Was willst du mit der Sprachreise erreichen?

„Natürlich ist mein Englisch besser geworden, aber ehrlich gesagt spielte der Unterricht dabei nicht die Hauptrolle“, erzählt Theresa M., die in ihren Semesterferien vier Wochen an einer Sprachschule in Kalifornien verbracht hat. „Ich habe in einer WG mit fünf Mädels aus Schweden und Südamerika gelebt, abends war ich mit Mitschülern aus Japan, Dänemark und Italien unterwegs. Da lernt man neben der Sprache auch viel über die unterschiedlichen Kulturen.“

Was du aus einer Sprachreise machst, hängt ganz von deinen Zielen ab: Willst du ein fremdes Land erleben, internationale Kontakte knüpfen und die Sprache eher nebenbei lernen? Mit Hinblick auf die Karriere kannst du die sprachliche Weiterbildung in den Fokus stellen, spezielle Business-Kurse belegen oder anerkannte Zertifikate erlangen. Viele Sprachschulen bieten die Vorbereitung auf Toefl-Tests oder Cambridge-Zertifikate an – dann wartet am Ende deiner Auslandszeit eine Prüfung auf dich. Mach dir im Vorfeld klar, welches Ziel du mit der Reise verfolgst und suche dann nach einem geeigneten Angebot. 

So werten Sprachreisen die Bewerbung auf

Und wie machen sich Sprachreisen im Lebenslauf? „In der heutigen internationalisierten Arbeitswelt ist es besonders wichtig, Fremdsprachen zu beherrschen“, sagt Katarzyna Reufsteck, Recruiting-Expertin von Staufenbiel Institut. „Deshalb kann man im Lebenslauf extra Punkte sammeln, wenn man Sprachkenntnisse durch Sprachreisen verbessert hat.“ Zeugnisse oder Zertifikate der Sprachschule solltest du in Bewerbungen nur anhängen, wenn sie für die ausgeschriebene Stelle eine Rolle spielen: „Man muss immer darauf achten, dass man nicht zu viele Zeugnisse mitschickt. Sonst haben die Recruiter zu viele Seiten zum Screenen.“ 

Ab welcher Länge ein Sprachkurs als relevante Auslandserfahrung anerkannt wird, das lasse sich nicht exakt definieren, sagt Katarzyna Reufsteck: „Prinzipiell beweisen alle Sprachreisen und Auslandsaufenthalte, dass der Bewerber über Sprachkenntnisse, Selbstständigkeit und Weltoffenheit verfügt.“ Theresa M. glaubt ebenfalls, dass eine Zeit im Ausland diese Skills fördert – auf verschiedensten Wegen: „An einem Wochenenden bin ich auf eigene Faust mit einem Mietwagen den legendären Highway 1 runtergefahren. Ich kannte mich mit Automatikwagen überhaupt nicht aus – deshalb hat es mir ein Kolumbianer auf einem abgelegenen Supermarkt-Parkplatz beigebracht.“ 

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Sprachreise – auch im Berufsleben möglich

Du bist längst im Job und hast die Chance auf Auslandserfahrungen im Studium versäumt? Auch dann kannst du noch durch eine Sprachreise Erfahrungen sammeln. Viele Schulen bieten spezielle Kurse für Erwachsene an. „Mir war es wichtig, mit 39 Jahren nicht allein unter Abiturienten zu sein“, sagt Bernadette Joos, die zwischen zwei Anstellungen einen vierwöchigen Sprachkurs in London besucht hat. „Nach zehn Jahren im Job mal wieder zu lernen und Hausaufgaben machen zu müssen, fand ich super. Ich habe das als richtigen Luxus empfunden!“

In ihrer weiteren Karriere hat sie von dem Kurs profitiert: „Ich habe mich danach tatsächlich bei einem schwedischen Arbeitgeber beworben“, erzählt Bernadette. „Den Job habe ich zwar nicht bekommen, aber dass ich Bewerbungsschreiben und Lebenslauf auf Englisch formulieren konnte, verdanke ich dem Sprachkurs. Das hätte ich mir vorher nicht zugetraut.“ Und ein Sprachkurs kann sogar als Bildungsurlaub durchgehen: Die Regelungen sind in jedem Bundesland unterschiedlich, aber in den meisten Fällen hast du als Arbeitnehmer das Recht auf eine bezahlte Woche Freistellung pro Jahr – wenn du sie nachweislich für deine Bildung nutzt und auf einen anerkannten Anbieter setzt. 

Was kosten Sprachreisen?

Ein Vorteil, den du als Berufstätiger hast: Vielleicht fällt dir die Finanzierung leichter. Denn Sprachreisen sind teuer. So werden beispielsweise für einen vierwöchigen Intensivkurs in Rom, New York oder Madrid je nach Anbieter 1.000 bis 1.500 Euro fällig – Anreise und Unterkunft nicht mitgerechnet. 

Du weißt als Student oder auch Berufstätiger nicht, wie du das bezahlen sollst? Mit etwas Glück kannst du auf Unterstützung durch ein Stipendium hoffen. Es gibt einige Anbieter, die Geld für Auslandsaufenthalte zur Verfügung stellen, hier gelangst du zu unserer Stipendien-Datenbank. Ansonsten heißt es für dich wohl: Im Vorfeld viel arbeiten und viel sparen – aber es kann sich lohnen. 


Julia Felicitas Allmann, Redakteurin - 09/06/2017

LuckyImages/shutterstock.com

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