Erstsemester informieren sich über Uni-Irrtümer

Die zehn größten Uni-Irrtümer

Das Leben an der Uni ist ein Dschungel an Irrtümern, den es zu durchqueren gilt. Werde ich als Absolvent reich? Und wird mich überhaupt jemand einstellen, wenn ich mein Studium abbreche? Wir klären dich über die zehn größten Uni-Irrtümer auf.

1. Mit einem Uniabschluss werde ich reich

Jein. Wie hoch später dein Gehalt sein wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zuerst einmal entscheidet rein objektiv gesehen die Wahl deines Studienganges darüber. Informatiker erhalten zum Beispiel ein weit höheres Einstiegsgehalt als Geisteswissenschaftler. Einen genaueren Überblick findest du in unseren Gehaltstabellen. Lass dich davon aber nicht irritieren und studiere das, was dir Spaß macht.

2. Nur mit dem Bachelorabschluss komme ich nicht weit

Dieser Irrtum lässt sich schnell aus der Welt schaffen. Unsere JobTrends 2016 zeigen, dass Unternehmen Bachelor-Absolventen die gleichen Chancen einräumen wie den Master-Studenten. Am Ende sind es vor allem die praktischen Erfahrungen, die zählen.

3. Bachelorstudenten haben keine Freizeit

Diese Kritik äußerten Gegner der Bologna-Reform vor allem zu Beginn der Umstellung. Tatsächlich ergab eine Umfrage des Deutschen Studentenwerk und des Bildungsministeriums, dass Bachelorstudenten im Schnitt nur eine Stunde mehr pro Woche (also insgesamt 35 Stunden) für ihr Studium aufwenden als Diplomer und Magisterstudenten. Dennoch klagten die Bachelorkandidaten mehr. Den Zusammenhang sehen die Bildungsforscher in der fehlenden Eigenorganisation des Studiums. Weil die Bachelorstudenten mehr Vorgaben haben, fühlen sie mehr Belastungsstress als die selbstbestimmten früheren Abschlusskandidaten.

4. Das Mensaessen ist schlecht

Dass es beim Mensaessen große Unterschiede gibt, ist für dich wahrscheinlich nichts Neues. Aber alle Mensen mit dem Stempel „ungenießbar“ abzutun, wäre ungerechtfertigt. Es gibt Mensen, da würden die Studenten vermutlich Sterne vergeben, wenn sie könnten. So zum Beispiel die Mensa der Universität Rostock. In einem deutschlandweiten Ranking landet sie auf dem ersten Platz, gefolgt von der Unimensa in Osnabrück. Es wird sich garantiert auch eine schmackhafte Mensa in deiner Nähe befinden. 

5. Ich kann nur studieren, wenn ich genug Geld habe

Falsch! Vielleicht hast du von dem Klischee gehört, dass Studenten ihren Eltern auf der Tasche liegen. Doch das muss nicht sein. Es gibt eine Vielzahl an Fördermöglichkeiten. Allen voran steht das Bafög. Dieses wird dir für die Gesamtdauer der Regelstudienzeit gezahlt. Wie viel du bekommst, liegt unter anderem am Einkommen deiner Eltern. Ein Antrag lohnt sich in jedem Fall. Hier findest du alle Infos zum Thema Bafög.

CareerServices

6. Maschinenbau studieren nur Männer

Denkst du das auch? Zwar ist Maschinenbau tatsächlich ein „Männerstudiengang“, aber nur zu 90 Prozent. Immerhin zehn Prozent der Frauen haben sich für diese männerdominierte Fachrichtung entschieden – und ernten dafür bewundernde Blicke.

7. Ich muss in der Regelstudienzeit bleiben

Wenn du das schaffst, wäre das zu schön, um wahr zu sein! Im Schnitt dauert es 7,7 Semester bis zum Bachelorabschluss. Bei der Online-Befragung des CampusBarometer 2015 gaben nur 40 Prozent an, die Regelstudienzeit von sechs Semestern einhalten zu können. Mach dir keine Sorgen, wenn du zwei oder drei Semester länger brauchst. Deine Chancen auf einen Job sind noch immer genauso gut.

8. Wenn ich die Uni abbreche, finde ich keinen Job mehr

Natürlich ist der Abbruch deines Studiums frustrierend. Im besten Fall aber hast du eine Last von dir geworfen. Denn es gibt keinen Grund zur Sorge: Laut einer Betriebsbefragung des Bundesinstituts für Berufsbildung sind 75 Prozent der befragten Unternehmen bereit, Studienabbrecher aufzunehmen und auszubilden. Der Bund hat sogar extra eine Seite für alle Abbrecher eingerichtet.

9. Durch das Auslandssemester verliere ich wichtige Zeit

Das Gegenteil ist der Fall. Gerade ein Auslandssemester bietet dir die Möglichkeit, deine Persönlichkeit zu entwickeln. Dein Leben bekommt neben dem Lernen eine praktische Note. Unerlässlich und ein großer Pluspunkt bei Personalern sind auch die Fremdsprachenkenntnisse. Du verlierst keine wichtige Zeit, sondern gewinnst wichtige Soft Skills dazu.

10. Stipendien sind nur für Hochbegabte

Dieser Irrglaube hält viele Studenten davon ab, sich überhaupt für ein Stipendium zu bewerben. Dabei gibt es in Deutschland über 2600 Stiftungen, die solche vergeben. Viele Gelder bleiben einfach ungenutzt. Es gibt unterschiedliche Arten von Stipendien, auch für Hochbegabte. Du wirst sehen, dass auch andere Kriterien gültig sind. Die Zeppelin Universität in Friedrichshafen bietet etwas außerhalb der gängigen Reihe an: ein Diversitätsstipendium. Dieses fördert Personen, die unter normalen Umständen wenig Aussichten auf eine Förderung haben. Sie schließt unter anderem Ausbildungsabbrecher, Legastheniker, Bewerber über 30 Jahre ein.


Katrin Gehring, Redaktion - 11/09/2017

Olena Yakobchuk/shutterstock.com

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