Hannover Rück

Mit vielen Facetten rechnen

Von Kasachstan nach Deutschland, von der Hauptschule bis an die Uni: Seit fast 3,5 Jahren ist Kristina Leikom erfolgreich als Financial Accountant bei der Hannover Rück tätig. Im Interview spricht sie über ihre Tätigkeit, warum sie Herausforderungen schätzt und wieso Hilfsbereitschaft im Job eine wichtige Rolle spielt.

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Kristina Leikom arbeitet seit knapp 3,5 Jahren als Financial Accountant für die Hannover Rück. „Analysieren, auswerten, optimieren“ – ein facettenreicher und Zahlen-lastiger Beruf.

 

Hallo, Frau Leikom, wie war ihr Werdegang vor der Hannover Rück?
2004 bin ich mit meiner Familie von Kasachstan nach Deutschland ausgewandert, wo mich mein Weg von der Hauptschule bis ans Gymnasium geführt hat. Nach meinem Abitur habe ich an der Leibniz Uni Hannover einen Bachelor in Wirtschaftswissenschaften mit Vertiefung Internationales Rechnungswesen, Steuern und Controlling absolviert sowie im Anschluss daran meinen Master in Accounting & Taxation. Währenddessen konnte ich im Rahmen eines halbjährigen, freiwilligen Praktikums im Bereich Finance & Accounting bei der HDI Global Specialty SE einsteigen, dort auch meine Masterarbeit schreiben und im Anschluss als Aushilfskraft für drei weitere Monate bleiben. In dieser Zeit habe ich mich intern bei der Hannover Rück für meine jetzige Stelle im Bereich Finance & Accounting – Group Accounting and Consolidation beworben. Für mich persönlich war das ein großer Erfolg, als ich die Zusage bekommen habe.

Wie würden Sie den Beruf als Financial Accountant erklären und was sind Ihre Hauptaufgaben?
Der Beruf Financial Accountant ist sehr facettenreich. Von der reinen Buchhaltung bis hin zu Abschlusserstellung und Berichterstattung gibt es bspw. unterschiedliche Bilanzierungsrichtlinien nach denen ein Unternehmen zu berichten hat. Neben den üblichen existiert für Versicherer noch die Berichtspflicht an die BaFin und EIOPA nach der Bilanzierungsrichtlinie Solvency II. Genau in diesem Bereich bin ich tätig: In einem Team, welches für die Berichterstattung nach Solvency II für den gesamten Konzern zuständig ist. Neben der Berichterstattung an sich bin ich aber auch für die Betreuung internationaler Konzerngesellschaften verantwortlich, falls Fragen aufkommen oder Unterstützung in der laufenden Berichterstattung benötigt wird.

Welche Aufgaben in Ihrem Berufsalltag machen Ihnen am meisten Spaß?
Die Anforderungen der Behörden ändern sich kontinuierlich. So gibt es immer wieder neue Herausforderungen, an denen man wachsen und sich beruflich entwickeln kann. Mir macht es großen Spaß, diese teils auch schwierigen Herausforderungen anzugehen und zu meistern. In unserem Team widmen sich einige eher den technischen Aufgaben und andere überwiegend fachlichen Tätigkeiten. Mir persönlich macht der technische Part am meisten Spaß – analysieren, auswerten und optimieren. Das ist alles stark Excel-basiert und das gefällt mir.

Was sind die wichtigsten Fähigkeiten, die Sie in Ihrem Job brauchen?
Die Fähigkeit zur Analyse von Daten ist enorm wichtig. Im Zuge der Digitalisierung können wir zwar viele Daten verarbeiten, müssen dabei jedoch sehr aufmerksam sein. Falls Fehler auftauchen, kann es knifflig werden, die Ursachen zu finden. Dafür benötigt man Fachwissen, das Verständnis für Zahlen muss da sein und auch der technische Aspekt spielt eine Rolle. Außerdem sollte man sich stets gut organisieren können, denn die Fristeinhaltung ein wichtiger Punkt in unserer Arbeit mit den Behörden.

Wo liegen die Herausforderungen ihres Berufs?
Definitiv in der Stressbewältigung und Fristeinhaltung. Jeder Mensch geht mit Stresssituationen anders um, aber da wir viel mit Zahlen arbeiten, sollte man stets einen „kühlen“ Kopf bewahren. Wenn doch mal Fehler passieren, ist das nicht dramatisch – nobody is perfect! Zudem ist meine Arbeit eher saisonal. Wir erstellen alle drei Monate Quartalsabschlüsse, wo natürlich mehr Arbeit anfällt, als zwischen den Quartalen, wo ich mich mit anderen Aufgaben wie Projektarbeiten beschäftige. Das ist abwechslungsreich und es wird dadurch nicht langweilig, aber Selbstorganisation und Planung ist essenziell.

Womit hat die Hannover Rück Sie als Arbeitgeber überrascht?
Schon beim Vorstellungsgespräch habe ich gemerkt, dass die Hannover Rück sehr viel Wert auf dich als Mitarbeitenden und als Mensch legt. Ich war überrascht, dass die Arbeitsbedingungen sowie das Arbeitsklima im gesamten Unternehmen so vielversprechend sind. Es herrscht eine offene Unternehmenskultur – wie eine große Familie. Wenn ich Unterstützung benötige, dann erfahre ich immer Hilfsbereitschaft. Die Hannover Rück ist ein Arbeitgeber, dem die Menschen wichtig sind.

Die Hannover Rück ist international – wie spüren Sie das in Ihrem Arbeitsalltag?
Die Internationalität ist sehr spürbar in meinem Arbeitsalltag. Dies fängt schon damit an, dass unsere Unternehmenssprache Englisch ist. Bedeutet, dass alle Systeme mit denen wir arbeiten, sei es Excel oder Word, auf Englisch sind. Darüber hinaus kommunizieren wir sehr viel mit den internationalen Konzerngesellschaften und arbeiten eng miteinander. Im Büro in Hannover kommuniziere ich natürlich auf Deutsch, aber Englisch ist eben sehr wichtig in meinem Arbeitsalltag, da wir auch viel mit den internationalen Kolleginnen und Kollegen zusammenarbeiten. Ich persönlich spreche neben Deutsch als meiner Muttersprache noch Russisch und Englisch sowie etwas Französisch.

Responsibility, We-Spirit und Drive sind die Werte der Hannover Rück – wie werden diese bei der Hannover Rück gelebt?
Responsibility: Die Entscheidungsfreiheit bedingt viel Verantwortung. Dies ist bei der Hannover Rück enorm präsent. We-Spirit: Man fühlt sich wie in einer großen Familie und arbeitet eng miteinander. Drive: Wir wollen nach vorne, viel erreichen und immer besser werden. Daher optimieren wir stetig unsere Arbeitsprozesse.

 


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