Bloß keine Panik: Brainteaser & Co. im Jobinterview

Sie klingen fast immer absurd, kosten aber viele Bewerber den Job. Mit Brainteasern, Stresstests und Fallstudien rücken Personaler den Kandidaten auf die Pelle. Worauf es jetzt ankommt.

Keine Frage, sonderlich geistreich sind Brainteaser selten. "Wie viele Friseure gibt es in Deutschland?", ist ein Klassiker. "Wie schwer ist Manhattan?", ein anderer. Dennoch stolpern auch hoch qualifizierte Bewerber immer wieder über die kleinen Denksportaufgaben. Personaler testen mit ihnen im Jobinterview die Reaktion und Herangehensweise potenzieller Mitarbeiter auf ungewöhnliche Fragestellungen. Klingt die Frage auch noch so absurd, bloß nicht beleidigt bocken: "Was soll die Frage denn jetzt?"

Es gibt unterschiedliche Arten von Brainteasern. Bei den einen ist Kreativität gefragt, bei den anderen Mathematik - häufig Dreisatz. Wieder andere verlangen nach Logik oder Schätzungen. Egal, welche Art von Brainteaser, eins haben fast alle gemein: Es geht selten um die eine richtige Lösung, sondern fast immer um den Weg dorthin. Besonders gerne wenden Personaler bei Wirtschaftsprüfungen wie EY oder Investmentbanken wie HSBC die kniffligen Aufgaben an. 

Laut denken erwünscht

Deshalb gilt: keine Lösungen auswendig lernen oder still vor sich hingrübeln. Stattdessen einen roten Faden entwickeln und jeden Gedankenschritt laut aussprechen. So sehen die Interviewer, ob ein Kandidat nachvollziehbare Annahmen trifft. Wer wie aus der Pistole geschossen eine auswendig gelernte Antwort präsentiert, hat das Thema von Brainteasern verfehlt - auch, wenn die Antwort richtig sein sollte.

Übung ist dennoch wichtig. Erstens nimmt sie die Angst vor den kniffligen Aufgaben. Zweitens hilft sie, ihr Grundprinzip zu verstehen. So lassen sich Fragen im Ernstfall Bewerbungsgespräch wesentlich entspannter beantworten, etwa solche: "Eineinhalb Hühner legen an eineinhalb Tagen eineinhalb Eier. Wie viele Eier legt ein Huhn an einem Tag?" Die Antwort ist übrigens nicht "ein Ei".

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Stresstests: Ruhe bewahren

Kommen Brainteaser auf den ersten Blick eher harmlos daher, stellen Stresstests die Bewerber weit weniger subtil auf die Probe. Arbeitgeber testen mit ihnen wie konkrete Fähigkeiten der Kandidaten zum Jobprofil passen – unter Zeitdruck. Ein Konzentrationstest sieht etwa so aus: Die Bewerber dürfen sich für eine bestimmte Zeit eine Tabelle anschauen, in der Spalten mit mehreren Städten, Ländern, Berufen, Pflanzen oder ähnlichem aufgelistet sind. Ist die Zeit um, müssen Sie beantworten, in welcher Spalte ein Wort mit einem „L“ beginnt. Was das über den Kandidaten aussagt? Hier ist Merkfähigkeit gefragt – je nach Job, eine besonders wichtige Fähigkeit für viele Arbeitgeber.  

Auch mit Mathematik-Tests rücken die Personaler ihrem Gegenüber gerne zu Leibe. Aber keine Angst: Kurvendiskussionen und Exponentialgleichungen sind selten gefragt. Meist geht es um Prozentrechnung, das Aufaddieren von Zahlenreihen oder den einfachen Dreisatz. Auch Übungen zu Maßeinheiten sind beliebt. Alles keine Hexerei – aber umso peinlicher, wenn es daran scheitert.

Peinlich wird es auch, wenn sich Bewerber im CV mit verhandlungssicherem Englisch oder Französisch brüsten, im Test aber nur rumstammeln. Das Urteil lautet dann schnell: Game over und rien ne va plus. 


Markus Gerharz, Redaktion - 13/07/2016

lenetstan/shutterstock.com

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