FAQ: Was du schon immer über Wirtschaftsprüfung wissen wolltest

Bewerber in der Wirtschaftsprüfung haben viele Fragen – unser FAQ gibt die wichtigsten Antworten auf einen Blick. Für den besten Start in den Job.

Wie viele Wirtschaftsprüfer gibt es in Deutschland?
In Deutschland gibt es 14.407 Wirtschaftsprüfer und 2.863 Wirtschaftsprüfungsgesellschaften (Stand: Anfang 2015).

Wer sind die Big 4?
PWC (Pricewaterhouse Coopers), KPMG, EY (Ernst & Young) und Deloitte bilden zusammen die Speerspitze der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften. Sie teilen die Zuständigkeiten für die Prüfung der Dax 30-Unternehmen unter sich auf. 

Was verbirgt sich hinter „Audit Xcellence“?
Dabei handelt es sich um eine Initiative, die von den Big 4 ins Leben gerufen wurde. In Kooperation mit vier Hochschulen (Mannheim, Frankfurt, Lüneburg, Düsseldorf) wird ein Studiengang angeboten, der gezielt auf die Karriere bei den großen Wirtschaftsprüfern vorbereitet und bereits einen Teil des anspruchsvollen Wirtschaftsprüferexamens enthält. So ist es Absolventen möglich, schnell(er) die Bestellung zum Wirtschaftsprüfer in der Tasche zu haben. Mehr dazu im Artikel zu Audit Xcellence.

Wie groß ist der Markt für Wirtschaftsprüfer und Steuerberater?
Die 25 größten WP-Gesellschaften in Deutschland kommen auf einen Umsatz von rund sechs Milliarden Euro. Den Großteil des Marktvolumens teilen sich die Big 4. Viele Absolventen streben eine Karriere bei den Top-Gesellschaften an. Wer nicht bei einem der Big-4-Unternehmen einsteigen will, hat die Option, in einer mittelständischen Wirtschaftsprüfung zu arbeiten. Dort sind Hierarchien oft flacher und Entscheidungswege kürzer.

Worauf achten Wirtschaftsprüfer und Steuerberater bei der Bewerbung?
Praktische Vorkenntnisse und fachliche Kompetenz sind unverzichtbar. Die Abschlussnote ist ebenfalls ein wichtiger Indikator. Engagement und Aufgeschlossenheit sind den Arbeitgebern zwar wichtig, aber ein Lebenslauf mit vielen unzusammenhängenden Stationen vermittelt ein eher orientierungsloses Bild. Mittlerweile legen die WP-Gesellschaften großen Wert auf die Soft Skills, denn Wirtschaftsprüfer müssen in der Lage sein, Entscheidern in den Unternehmen komplexe Sachverhalte verständlich zu erklären.

Kann ich mit einem Bachelor-Abschluss Wirtschaftsprüfer werden?
Ja, das ist möglich. Allerdings erhöht sich dann die Dauer der Berufspraxis, die für die Zulassung zum WP-Examen erforderlich ist.

Wie schaffe ich das Berufsexamen?
Nur mit viel Übung. Examenskandidaten sollten während der Vorbereitungszeit mit einem Workload von mehreren Stunden pro Tag rechnen und höchstens halbtags arbeiten oder ein Sabbatical mit dem Arbeitgeber vereinbaren (wird oft akzeptiert). Außerdem können Kandidaten aus einer Vielzahl von Vorbereitungskursen wählen. Mit relevanten Vorkenntnissen ist es möglich, ein verkürztes WP-Examen abzulegen und sich Bestandteile wie Steuerberatung oder BWL zu ersparen. Trotz hoher Durchfallquoten ist die knifflige Prüfung zu schaffen – sehr gute Vorbereitung und Ehrgeiz vorausgesetzt.

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Ist der Job nicht sehr trocken?
Das kommt ganz auf die eigenen Interessen an. Jemand, der keine Freude an Berechnungen und Zahlentabellen hat, würde den Job womöglich als mühselig und etwas trocken beschreiben. Detailverliebte Zahlenjongleure hingegen werden die oft komplexen Berechnungen und Analysen zu schätzen wissen und den Job als abwechslungsreich empfinden. Wer in die Branche will, sollte vorher genau prüfen, ob Interesse und Talent in dieselbe Richtung gehen. Hier hilft ein Praktikum.

Wie viel Geld kann ich als Wirtschaftsprüfer und Steuerberater verdienen?
Das Einstiegsgehalt beginnt bei großen Unternehmen (mehr als 1.000 Mitarbeiter) laut Auswertungen von Personalmarkt bei etwa 41.900 Euro und reicht bis zu 50.000 Euro im Jahr. Bei kleineren Firmen wird entsprechend weniger gezahlt. Beispiel: Bei mittelgroßen WP-Gesellschaften mit 100 bis 1.000 Mitarbeitern liegt das Einstiegsgehalt zwischen 32.600 und 42.000 Euro.

Ist Wirtschaftsprüfung ein guter Startpunkt für eine Karriere auch außerhalb der Branche?
Fifty-fifty. Sowohl Wirtschaftsprüfer als auch Steuerberater sind spezifisch ausgebildete Fachleute für das, was sie tun. Mit den richtigen Zusatzqualifikationen können sie in andere Branchen wechseln, etwa ins Banking oder ins Consulting. Das erfordert aber etwas Geduld und Durchhaltevermögen.

Woher bekomme ich Infos über die Branche und Arbeitgeber?
Bei Online-Portalen zum Thema und in den Arbeitgeber-Checks vom Staufenbiel Institut. Außerdem lohnt sich die Recherche auf den Karriere-Seiten der Unternehmen. Die sind zwar bisweilen etwas unübersichtlich gestaltet, enthalten aber teils wertvolles Wissen – vor allem für Bewerber, die sich bereits auf ihren Wunscharbeitgeber festgelegt haben.

Wie sieht der Alltag als Prüfungsassistent aus?
Zu Beginn der Karriere ist man Teil eines Prüfungsteams und wird on the Job in die Details eingearbeitet. Gespräche mit Mandanten, die Beurteilung von Sachverhalten und die verständliche Dokumentation für Dritte gehören zu den Aufgaben des Prüfungsassistenten – natürlich noch unter Aufsicht. Im Laufe der Zeit wechseln dann Teams und Zuständigkeiten. Das heißt für Einsteiger: Flexibilität zeigen.

Was sollte ich im Bewerbungsgespräch auf keinen Fall fragen?
„Danke, dass Sie mich einstellen wollen. Sehr gute Wahl. Lassen Sie uns doch erstmal übers Geld reden.“ Wer das Vorstellungsgespräch so beginnt, steht schneller wieder vor der Tür des Unternehmens, als er sich umschauen kann. Oft gibt es bei Wirtschaftsprüfern mehrstufige Bewerbungsgespräche. Themen wie Gehalt und Work-Life-Balance sollten frühestens gegen Ende des zweiten Gesprächstermins auf den Tisch kommen. Urlaub ist in der Probezeit ohnehin kein Thema.

Wie locker darf die Kleidung sein?
Seriös und nicht zu bunt sollte es sein – also die Krawatten und Halstücher mit schrägen Mustern lieber nicht zum Vorstellungsgespräch anziehen. Männer sollten im Anzug kommen und Frauen im Business-Kostüm, jeweils in gedeckten Farben. Wenn du im Joballtag feststellst, dass der Dresscode im Unternehmen doch nicht so streng ist, kannst du lockere Bekleidung wählen. Bleib im Gespräch aber trotz korrekter Kleidung authentisch. Wer sicherer als seine Mitbewerber auftritt, hinterlässt in jedem Fall einen positiven Eindruck.


Matthias Gramann, Redaktion - 09/08/2016

zhu difeng/shutterstock.com

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