Studentin engagiert sich für ein Stipendium

Stipendium: Geld gegen Engagement

So ein Studium kann ganz schön ins Geld gehen. Neben den Semesterbeiträgen müssen noch Miete und Lebenshaltungskosten bezahlt werden. Ein Stipendium kann bei der Studienfinanzierung helfen. Wir zeigen dir, wie du das richtige Stipendium für dein Studium findest und wie die Bewerbung abläuft.

Halten wir uns nicht mit Vorurteilen auf: Für ein Stipendium sind Noten längst nicht mehr Kriterium Nummer eins. Nein, auf den Ehrgeiz kommt es an. Sei es soziales Engagement mit einem FSJ oder einfach nur Fleiß im Studium. Das wollen die Stiftungen sehen.

Jedes Stipendium hat individuelle Anforderungen und Zielgruppen. Etwa gibt es Stiftungen, die nur Master-Studenten unterstützen. Andere fördern nur Studenten, die das Geld wirklich brauchen und keinen superreichen Papa haben. Wiederum andere Stiftungen unterstützen Auslandssemester. Du musst das passende Stipendium für dich finden – und der Stiftung mit viel Engagement zu begegnen.

Stipendium? Was ist das?

Ein Stipendium ist eine finanzielle Förderung, die Aus- und Weiterbildung ermöglichen soll und die du nicht zurückzahlen musst. Stiftungen vergeben ihre Stipendien an Bewerber, die ihren jeweiligen Anforderungen entsprechen. Das Deutschlandstipendium zum Beispiel fördert ganz altmodisch begabte und leistungsstarke Studenten. Ein Stipendium gibt es aber nicht nur in einer solch klassischen Weise. Es gibt Reise- beziehungsweise Auslandsstipendien für Auslandssemester und Kulturstipendien für angehende Künstler (Kulturstudium). Andere Studienförderungen haben ganz spezielle Zielgruppen.

Die Auswahl ist riesig. Die Konrad-Adenauer-Stiftung bietet ein Stipendienprogramm für ausländische Studenten, die in Deutschland ein Auslandssemester absolvieren. Auch Erasmus fördert Auslandsaufenthalte – europaweit. 

Wie läuft ein Stipendium ab?

Stipendiant wirst du nicht einfach, indem du dich bewirbst und zack – schon ist das Geld auf dem Konto. Stiftungen wollen ihre Stipendiaten kennen lernen und ein Stück weit begleiten. So haben viele ein über die gesamte Förderungszeit andauerndes Stipendienprogramm, an dem du teilnehmen musst. Das kann unterschiedlich ausfallen: Stammt das Stipendium von einem Unternehmen, kann es sein, dass du einmal pro Woche dort arbeiten musst. Bei anderen Stipendien musst du einmal im Semester bei der Stiftung vorbeischauen und Leistungsnachweise vorbringen. Vielen ist es auch wichtig, dass ihre Stipendiaten die Möglichkeit bekommen, ein Netzwerk aufzubauen und so innerhalb der Stiftungen Kontakte zu knüpfen. Dafür finden je nach Stipendienprogramm regelmäßig Pflichtveranstaltungen statt.

Stipendien im Überblick

Wie bekommst du ein Stipendium?

Fleiß ist wichtig. Damit sind nicht nur gute Noten gemeint, sondern auch soziales Engagement. Bei kleineren Stiftungen reicht gegebenenfalls ein Zweier-Abi – wenn du beweisen kannst, dass du auch wirklich engagiert bist. Das sehen die Stiftungen schon an der Bewerbung und im eventuellen Assessment-Center. Bei Stiftungen, die eine bestimmte Zielgruppe im Auge haben, ist die Konkurrenz zwar nicht groß, eine Chance hast du aber nur dann, wenn du wirklich in die Zielgruppe passt. Die Regierungsrat Paul-Meyer Stiftung etwa fördert ausschließlich Kinder von Eisenbahnern. Als Lehrerkind hast du da schlechte Karten, da helfen dir auch die besten Noten nicht.

Eine allgemein gehaltene Bewerbung ist deshalb ein absolutes No-Go. Schau dir das Konzept des Stipendiums genau an und überlege, ob du wirklich dazu passt. Kannst du dich mit den Zielen der Stiftung identifizieren, passt dein Studiengang in das Themengebiet?

Bewerbung für ein Stipendium

Bewirb dich frühzeitig. Für Studenten im dritten Semester schränkt sich die Auswahl schon stark ein. Für einige Stipendien musst du dich sogar schon vor dem Studienbeginn bewerben. Die meisten Stiftungen haben ein bis zwei Deadlines pro Jahr. Andere akzeptieren Bewerbungen im ganzen Jahr, wie die Studienstiftung des deutschen Volkes.

Bewirb dich ausgewogen. Verschicke deine Bewerbungen nicht wahllos an irgendwelche Stiftungen. Erläutere der Stiftung, warum gerade du zu ihr passt und was dich für das Stipendium auszeichnet. Recherchiere also gründlich die Anforderungen und konzipiere deine Bewerbung passgenau.

Sieh das Motivationsschreiben nicht als lästige Pflicht. Es ist eine der besten Möglichkeiten, der Stiftung zu verdeutlichen, dass du der richtige Kandidat bist. Was auch helfen kann, ist ein Empfehlungsschreiben von einem deiner Professoren.

Die Stiftungen haben eine Frist, bis zu der sie Bewerbungen akzeptieren. Die meisten fangen erst danach an auszuwerten. Das Bewerbungsverfahren nimmt also ordentlich Zeit in Anspruch. Kommst du als Stipendiat in Frage, erhältst du eine Einladung zum Kennenlernen. In welcher Form das stattfindet, kommt auf die Stiftung an. Die meisten führen allerdings ein Assessment-Center durch. Dadurch finden sie die idealen Kandidaten, die es zu fördern gilt. 

Stipendien im Überblick

Meistens kein Geldregen

Denk dran: Ein Stipendium für dein Studium ist kein riesen Geldgewinn, sondern eine langfristige Förderung. 100 Euro bis 300 Euro pro Monat hören sich erstmal nicht nach viel an. Hochgerechnet ergibt sich aber schon einiges: Stipendien gelten meistens um die 24 Monate lang. Der Gesamtbetrag der Konrad Adenauer Stiftung beträgt beispielsweise 22.080 Euro. Mehr Geld auf kürzere Zeit gibt es bei Auslandaufenthalten. Da fließen aber auch Faktoren wie Unterkunft und Verpflegung mit ein. So bietet die Bayer AG ein Auslandsstipendium an, das Reise-, Lebenserhaltungs-, und Projektkosten erstattet.

Was machen bei Ablehnung oder Studienabbruch?

Du wurdest von einer Stiftung abgelehnt? Dann versuche es erneut! Woran hat es gelegen? Was kannst du besser machen? Die meisten Stiftungen geben ihren Bewerbern eine zweite Chance. Bewirb dich zu einem späteren Zeitpunkt nochmal oder schau dich nach Stiftungen um, die besser zu deinem Profil passen.

Solltest du dein Studium abbrechen, kann es sein, dass du eine Rückzahlung leisten musst. Hierbei kommt es darauf an, was ihr in dem Vertrag vereinbart habt. Generell muss aber ein Stipendium nicht zurückgezahlt werden. Erst recht nicht, wenn es schon abgelaufen ist und du es nicht mehr beziehst. Brichst du dein Studium aber ab, während das Stipendium noch weiterläuft, kann es anders aussehen. Informiere dich darüber bei der Stiftung, solltest du keine Erklärung im Vertrag finden. Sie informieren, dass du dein Studium abbrichst, musst du aber auf jeden Fall.

Ein Stipendium bietet dir die beste Möglichkeit, dein Studium zu finanzieren, ohne dich zu verschulden. Mit einer guten Portion Engagement und ordentlichen Bewerbungsunterlagen stehen deine Chancen gut. Bei der Suche nach einem Stipendium hilft dir eine Stipendiendatenbank, in der du bequem nach Fachrichtung oder Studienphase filtern kannst.

Stipendien im Überblick

Erik Koch, Redaktion - 07/07/2016

AlexMaster/shutterstock.com

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