Firmenwagen

Warum ein Firmenwagen bares Geld wert ist

Firmenwagen sind nicht nur etwas für Manager und Vertriebler. Für jeden Mitarbeiter kann sich ein Dienstwagen lohnen. Drei Tipps, die du beachten solltest, wenn der Chef dir statt mehr Gehalt einen Firmenwagen anbietet.

Autos sind Statussymbole, im Privaten ebenso wie im Job. Kein Wunder, dass Umfragen zufolge jeder zweite Deutsche gerne einen Firmenwagen hätte. Schließlich zeigt ein Dienstwagen auch die Wertschätzung des Arbeitgebers und an der Preisklasse des Wagens lassen sich Position und Gehalt des Fahrers ablesen. 

Ein Dienstgefährt ist aber längst nicht nur etwas für Führungskräfte oder Vertriebsmitarbeiter. Für jeden Job-Einsteiger kann er bei der Gehaltsverhandlung zur Sprache kommen. Schließlich gehören Firmenwagen ebenso wie Direktversicherung, Handy oder Jobticket zu nicht-monetären Zusatzleistungen. Soll heißen: Mit ihnen lässt sich ein geldwerter Vorteil erzielen. Einige Arbeitgeber versuchen damit bei Bewerbern zu punkten, wenn das Gehalt auf dem Lohnzettel nicht ganz so üppig ausfällt.

Firmenwagen versteuern

Allerdings sollten Angestellte beachten, dass sich auch das Finanzamt für ihren Firmenwagen interessiert. Denn die private Nutzung kann für die Behörde ein geldwerter Vorteil sein, den Mitarbeiter versteuern müssen. Damit sich der Dienstwagen tatsächlich lohnt, solltest du einige Punkte beachten. Wichtigste Voraussetzung für die Steuerfreiheit ist, dass der Arbeitgeber Eigentümer des Dienstwagens bleibt.

1. Laufende Kosten

Häufig zahlt der Arbeitgeber die laufenden Kosten für den Firmenwagen. Die können sich schnell auf einige Tausend Euro im Jahr summieren. Wer Benzin, Garagenmiete, Reparaturen, Tüv und Kfz-Steuer nicht aus der eigenen Tasche zahlen muss, spürt das jeden Monat im Portemonnaie.

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2. Ein-Prozent-Regel

Eine Variante den Firmenwagen zu versteuern, ist die pauschale Ein-Prozent-Regel. Dabei veranschlagt das Finanzamt jeden Monat ein Prozent des Listenpreises als geldwerten Vorteil. Bei einem Listenpreis des Wagens von 40.000 Euro, macht das 400 Euro. Auf ein volles Jahr gerechnet ergeben sich somit 4.800 Euro, die ein Angestellter bei der Einkommensteuer angeben muss. Hinzu kommen die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz, die mit 0,03 Prozent pro Kilometer aufgeschlagen werden.

3. Fahrtenbuch

Alternativ zur Ein-Prozent-Regel können Angestellte auch ein Fahrtenbuch führen. Pauschal gilt: Je mehr Dienstfahrten, desto eher lohnt sich ein Fahrtenbuch. Je mehr Privatnutzung, desto eher rechnet sich die Ein-Prozent-Variante. Und noch etwas: Verlangt der Arbeitgeber den Dienstwagen während des laufenden Arbeitsverhältnisses zurück, kann der Mitarbeiter, der den Wagen auch privat nutzen darf, das grundsätzlich verweigern.

Übrigens: Laut Firmenwagenmonitor 2015 sind bei Firmenwagen VW, Audi und BMW die beliebtesten Marken. Zwischen den Geschlechtern gibt es noch gewaltige Unterschiede: Im Schnitt fahren etwa vier Mal mehr Männer einen Firmenwagen als Frauen. Außerdem ist das Budget bei den Autos für Männer deutlich höher: im Schnitt bis zu 9.000 Euro. 


Markus Gerharz, Redaktion - 28/07/2016

pushish_images/shutterstock.com

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