Auto-Produktion: Hier waren Ingenieure am Werk

Automotive: Einstieg in die Automobilindustrie

Viele Ingenieure träumen von einem Job bei einem Autobauer oder Zulieferer nach dem Abschluss. Warum es sich lohnt, in der Automobilbranche zu arbeiten und was bei der Bewerbung zählt: Hier gibt’s die Antworten.

BMW, Daimler, Audi, Porsche: Noch immer sind es große Namen, die viele Ingenieurabsolventen locken. Sie träumen vom Einstieg bei einem der wichtigsten Unternehmen der Branche – dort können sie viel bewegen und gut verdienen.

Viele Jobs in der Automobilbranche

Doch die Automobilindustrie umfasst mehr als die reine Auto-Produktion: Hierzu zählt neben der Herstellung von Kraftfahrzeugen und Motoren die Produktion einzelne Fahrzeugteile. Es geht häufig um die Entwicklung neuer Technologien – beispielsweise im Bereich E-Mobilität – und Automobil-Zulieferer stellen sogar als eigene Branche dar. (Hier erfährst du, welche Jobs und Einstiegschancen bei Zulieferern es gibt.)

Warum es sich lohnt, sich in der Automobilbranche zu bewerben? Weil dort viele Jobs und spannende Einstiegsmöglichkeiten warten. Die Branche boomt weiterhin: Im Jahr 2015 wurden in Deutschland rund 3,2 Millionen Autos zugelassen – und die müssen entwickelt und produziert werden.

Einstieg bei Engineering-Dienstleistern

Hierbei spielen auch Engineering-Dienstleister eine große Rolle. Denn viele Neuentwicklungen entstehen erst mit ihrem Know-how. Doch das wird von vielen Autobauern nicht an die große Glocke gehängt. Obwohl viele Aufträge nach außen vergeben werden, sind die Dienstleister noch immer die stillen Helfer im Hintergrund. Auftraggeber sind neben Konzernen auch mittelständische Unternehmen: Sie haben oft keine Abteilungen für aufwendige Entwicklungen, sondern lagern solche Projekte an Dienstleister aus.

Die Einsatzbereiche sind vielfältig: Ingenieur-Dienstleister übernehmen Aufträge in der Produktentwicklung ebenso wie in der Konstruktion, beim Testen, beim Bau oder bei der Simulation von Prototypen. Um Ingenieure auch für Projekte beim Kunden vor Ort schnell entsenden zu können, ist für die Dienstleister räumliche Nähe zu den Herstellern wichtig. Entsprechend sind sie mit ihren Büros an den Standorten der Hersteller präsent. Zu den großen Ingenieurdienstleistern zählen Bertrandt, Ferchau oder Altran – in unserer Tabelle findest du die wichtigsten Engineering-Dienstleister im Überblick.  

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Das richtige Studium für Automotive-Jobs

Ob bei Autobauer, Zulieferer oder Dienstleister: Klassischerweise werden in der Automobilbranche Ingenieure gesucht. Hier bietet sich ein Studium im Maschinenbau oder Fahrzeugbau an, auch Wirtschaftsingenieure oder Absolventen der Elektrotechnik und Mechatronik sind bei vielen Arbeitgebern gefragt.

Doch nicht nur Ingenieure können bei einem Autobauer einsteigen: Zwar werden sie laut unserer Studie JobTrends 2016 von 88 Prozent der Unternehmen dieser Branche gesucht. Doch auch Informatiker haben gute Chancen (65 Prozent), gefolgt von Wirtschaftswissenschaftlern (50 Prozent) und Naturwissenschaftlern (32 Prozent). Auch der Abschluss spielt eine entscheidende Rolle: Den JobTrends zufolge bevorzugen 94 Prozent der Arbeitgeber bei Absolventen einen Master-Abschluss, beim Bachelor sind es nur 44 Prozent. Als angehender Ingenieur lohnt es sich für dich also, noch einen Master draufzusetzen – je nachdem, wie hoch du deine Karriereziele steckst.

Die perfekte Bewerbung in der Automobilbranche

Bei der Bewerbung in der Automotive-Branche kommt es aber nicht nur auf das Studium, sondern auch auf praktische Erfahrungen an. So sagt Michael Groß von Audi in einem Interview mit unserer Redaktion: „Neben der soliden fachlichen Qualifikation sind bei mir die praktischen Erfahrungen ein ganz wichtiges Kriterium. 70 Prozent aller Hochschulabsolventen, die bei uns anfangen, haben uns – und wir sie – schon während eines Praktikums kennengelernt.“ Bestenfalls bewirbst du dich also schon während deines Ingenieurstudiums für ein Praktikum oder eine Werkstudentenstelle bei dem Unternehmen, in das du später einsteigen willst. Doch auch Erfahrungen bei anderen Arbeitgebern derselben Branche kommen gut an.

Vielen Personalern in der Automobilbranche ist es sehr wichtig, dass du gut zum Unternehmen passt. „Zuerst einmal sollten die Bewerber die fachlichen und persönlichen Kompetenzen mitbringen, die bei der jeweiligen Stelle gefragt sind“, sagt Angela Titzrath-Grimm von Daimler in einem Interview mit unserer Redaktion. „Außerdem suchen wir ‚Right Potentials’. Das heißt, Bewerber müssen sich mit den Unternehmenswerten identifizieren.“ Diesen Aspekt solltest du in Anschreiben und Vorstellungsgespräch also besonders hervorheben. Alle Tipps zu Anschreiben, Lebenslauf und Co. findest du in unserer Bewerbungs-Rubrik

Einstiegsgehalt in der Automobilindustrie

Ingenieure verdienen vergleichsweise gut – das gilt auch für die Automotive-Branche. Im Durchschnitt bekommen Einsteiger laut Gehalt.de knapp 49.000 Euro im Jahr, sie liegen damit im Vergleich der Ingenieure fast an der Spitze. Nur in der chemischen Industrie ist mit einem Durchschnittsgehalt von rund 52.500 Euro mehr zu holen.

Doch auch innerhalb der Automobilbranche gibt es Unterschiede. Am meisten verdienen Ingenieure, die in der Produktion arbeiten (im Schnitt etwa 53.000 Euro im Jahr). Auf dem zweiten Platz folgen Ingenieure in der Projektabwicklung mit 50.800 Euro. Das Schlusslicht bilden Ingenieure in der Konstruktion: Sie erhalten im Durchschnitt ein Einstiegsgehalt von rund 46.500 Euro.

Natürlich hängt dein konkretes Einstiegsgehalt im Automotive von verschiedenen Faktoren ab: So verdienen Ingenieure mit Promotion deutlich mehr als mit einem Bachelor- oder Masterabschluss. Und auch die Firmengröße spielt eine Rolle. Das durchschnittliche Jahresgehalt bei einem Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern liegt rund 8.000 Euro über dem Gehalt bei einem Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern.

Kein Wunder, dass die großen Arbeitgeber besonders begehrt sind. Wenn du hier den Einstieg schaffen willst, solltest du dich also gut vorbereiten: Ein passendes Studium wählen, einen guten Abschluss machen und frühzeitig praktische Erfahrung sammeln. 


Julia Felicitas Allmann, Redakteurin - 15/11/2016

Nataliya Hora

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